Hospitalstraße 6
53567 Asbach
Deutschland

Rund 7.400 Patientinnen und Patienten im Jahr, 159 Betten und eine zertifizierte Stroke Unit im nördlichen Kreis Neuwied. Die Kamillus Klinik in Asbach ist ein kleines Akutkrankenhaus im Westerwald, keine halbe Autostunde von Bonn entfernt, und sie hat einen Schwerpunkt, der sie weit über die Region hinaus bekannt gemacht hat: Multiple Sklerose. 1966 gegründet, gehörte sie zu den ersten MS-Spezialkliniken Deutschlands. 2026 wird sie 60.
Die Neurologie ist mit Abstand die größte Abteilung. Knapp 4.800 Behandlungsfälle kommen hier im Jahr zusammen, dazu eine MS-Ambulanz mit stationärer Komplexbehandlung und ein Zentrum, das nach den Richtlinien der Deutschen Multiplen Sklerose Gesellschaft als MS-Zentrum anerkannt ist. Sämtliche MS-Immuntherapien laufen im Haus. Daneben arbeiten ein zertifiziertes Schlaflabor, Labore für Neurophysiologie und Neurosonologie und eine Intensivstation, an der Neurologie und Innere Medizin gemeinsam behandeln. Die Innere Medizin steht für rund 2.000 Fälle und versorgt die Region von der Notaufnahme bis zur Intensivmedizin; die Deutsche Diabetes Gesellschaft hat sie als Behandlungs- und Schulungseinrichtung anerkannt. Eine geriatrische Abteilung gibt es ebenfalls. Die Fall- und Bettenzahlen stammen aus dem Bundes-Klinik-Atlas des Bundesgesundheitsministeriums, Stand August 2026.
Klein, aber vielfältig: So beschreibt sich die Klinik auf ihrer Karriereseite selbst. In Zahlen heißt das gut 400 Arbeitsplätze, die beim Trägerwechsel im Sommer 2025 im Raum standen und die der neue Träger ausdrücklich erhalten wollte. 128 Pflegekräfte arbeiten unmittelbar am Patienten, und den Pflegepersonalquotienten, also das Verhältnis zwischen Pflegeaufwand und vorhandenem Personal, stuft der Klinik-Atlas als überdurchschnittlich ein. Wer schon einmal in einem knapp besetzten Haus Dienst gemacht hat, weiß, was das im Alltag ausmacht.
Gesucht werden Pflegekräfte für Intensivstation und Notaufnahme, dazu Neurologinnen, Internisten und Ärztinnen mit geriatrischem Schwerpunkt. Aber eben nicht nur. Auch IT-Betreuung, Fallmanagement, Empfang und Cafeteria gehören zum Haus. Fort- und Weiterbildungen bezahlt die Klinik, Zusatzqualifikationen in der MS-Versorgung oder in der Geriatrie eingeschlossen. Vergütet wird nach Tarif, mit Willkommensprämie und Zuschlägen für kurzfristig übernommene Dienste. Bonn liegt etwa 25 Kilometer entfernt, Köln und Koblenz sind gut erreichbar.
Seit dem 1. August 2025 liegt die Trägerschaft bei der Deutschen Multiple Sklerose Stiftung NRW, hinter der der DMSG-Landesverband Nordrhein-Westfalen steht. Aus dem früheren DRK-Haus wurde die Kamillus Klinik Asbach gGmbH, geleitet von einem ärztlichen und einem kaufmännischen Geschäftsführer, wobei der Chefarzt der Neurologie zugleich die ärztliche Geschäftsführung übernommen hat. Der Träger hat sich festgelegt: Neurologie, Innere Medizin, Intensivmedizin und Schlaganfallversorgung bleiben, die Rehabilitation nach schweren neurologischen Erkrankungen soll dazukommen und das MS-Zentrum weiter wachsen. Wie viele Menschen heute genau im Haus arbeiten, veröffentlicht die Klinik nicht. Ihren 60. Geburtstag feiert sie am 12. September 2026 in Asbach.
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