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In 14 Spendezentren von Aachen bis Rostock gewinnt Plasma Service Europe GmbH das, woraus lebenswichtige Medikamente werden: menschliches Blutplasma. Rund 187.000 Menschen sind hier als Spenderinnen und Spender registriert. Aus ihrem Plasma entstehen Präparate für Patienten mit Bluterkrankheit, mit Immundefekten oder in der Notfallmedizin. Gegründet wurde das Unternehmen 2001, seinen Sitz hat es im hessischen Dreieich. Plasma Service Europe gehört zur Biotest-Gruppe, einem seit über 60 Jahren auf Blutplasma spezialisierten Pharmaunternehmen, das 2022 vom spanischen Grifols-Konzern übernommen wurde. Grifols zählt zu den weltweit größten Herstellern von Arzneimitteln aus Blutplasma. Für Beschäftigte bedeutet das einen überschaubaren, klar umrissenen Betrieb mit dem Rückhalt eines internationalen Konzerns. Der Arbeitsalltag spielt sich in den Zentren ab. In Köln, Dortmund oder Halle betreuen Medizinische Fachangestellte die Spenderinnen und Spender, prüfen die Vitalwerte, legen die Kanüle und überwachen die Plasmapherese. Ärztinnen und Ärzte übernehmen die medizinische Aufsicht und entscheiden über die Spendetauglichkeit. Auch Pflegekräfte, Notfallsanitäter und Hebammen finden hier einen Platz, weil ihre Ausbildung die nötige Qualifikation mitbringt. Wer bleibt, kann sich zur Schichtleitung oder in die Qualitätssicherung weiterentwickeln. Ungewöhnlich für einen medizinischen Beruf: Nacht-, Sonn- und Feiertagsdienste gibt es nicht. Gearbeitet wird in Früh- und Spätschicht. Zwischen 29 und 31 Urlaubstage nennt das Unternehmen selbst, Arbeitskleidung wird gestellt und gewaschen, fachliche Weiterbildung gehört zum Angebot. Wie viele Menschen insgesamt für Plasma Service Europe arbeiten, veröffentlicht das Unternehmen nicht; die 14 Standorte geben aber einen Eindruck von der Größe. Was die Arbeit trägt, ist ihr Zweck. Allein in Deutschland sind mehr als vier Millionen Menschen mit seltenen Erkrankungen auf Medikamente aus Blutplasma angewiesen. Jede Spende, die in einem der Zentren gewonnen wird, ist ein Baustein dafür.

In Hechingen entstehen Implantate zum Teil in Handarbeit. Auf feine Textilschläuche werden Drahtgeflechte aufgenäht, weil das bis heute keine Maschine präzise genug hinbekommt. Später schieben Chirurginnen und Chirurgen diese Stentprothesen minimalinvasiv in die Hauptschlagader von Patienten mit einem Aneurysma und verhindern damit lebensgefährliche Risse. Entwickelt und gefertigt werden sie seit dem Jahr 2000 von der JOTEC GmbH. JOTEC baut Stentgraft-Systeme und Gefäßprothesen für die Aorta und die peripheren Gefäße, dazu die Einführsysteme, mit denen Gefäßchirurgen und interventionelle Radiologen sie einsetzen. Kunden sind Kliniken und die Ärztinnen und Ärzte, die dort operieren. Seit 2017 gehört das Unternehmen zum amerikanischen Medizintechnikkonzern CryoLife, der sich 2022 in Artivion umbenannt hat und heute weltweit über 1.600 Menschen beschäftigt. Gefertigt wird im Konzern an drei Standorten, zwei davon in den USA, einer in Hechingen. Der schwäbische Standort ist damit die einzige Produktion in Europa, und er bündelt neben der Fertigung auch Entwicklung und Verwaltung. Wie ernst es der Konzern mit Hechingen meint, lässt sich an Beton und Technik ablesen. 2022 ging dort eine knapp 6.000 Quadratmeter große Erweiterung in Betrieb. Herzstück ist ein Reinraum der ISO-Klasse 8 mit 1.500 Quadratmetern Fläche, 22 Räumen und Schleusen, die für über 250 Beschäftigte ausgelegt sind. Bis zu 190 Näherinnen und Näher können hier im Schichtbetrieb arbeiten. Branchenberichte nannten zuletzt rund 500 Beschäftigte am Standort (Stand 2023); eine tagesaktuelle Zahl veröffentlicht das Unternehmen selbst nicht. Entsprechend breit ist, wer hier gesucht wird. Neben Produktionsmitarbeitenden für die Stentherstellung schreibt JOTEC regelmäßig Stellen in der Produktentwicklung und in der Qualitätssicherung aus. Ein eigener Bereich Regulatory Affairs kümmert sich darum, dass die Implantate ihre Zulassungen bekommen und behalten. Ausgebildet wird auch. Zum 1. September 2026 sucht das Unternehmen angehende Maschinen- und Anlagenführer, zuletzt standen außerdem Ausbildungsplätze zum Industriekaufmann und zur Fachkraft für Lagerlogistik im Stellenportal. Eins sollte man beim Bewerben wissen: Der Webauftritt läuft inzwischen unter dem Konzernnamen Artivion, das Stellenportal mit den offenen Positionen liegt weiterhin unter jotec.com. Rechtlich bleibt es die JOTEC GmbH mit Sitz in Hechingen. Und genäht wird dort nach wie vor von Hand.

Der Kreis Dithmarschen ist ein Landkreis an der schleswig-holsteinischen Westküste; die Kreisverwaltung hat ihren Sitz in Heide. Zu ihren Aufgaben zählen unter anderem Soziales, Straßenverkehr, Veterinärwesen und Lebensmittelaufsicht, Brandschutz sowie schulpsychologische Beratung. Die Verwaltung bildet selbst aus und bietet duale Studiengänge in der öffentlichen Verwaltung an.

Der Medizinische Dienst Baden-Württemberg ist der sozialmedizinische Beratungs- und Begutachtungsdienst für die gesetzliche Kranken- und die soziale Pflegeversicherung in Baden-Württemberg. Als Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Hauptverwaltung in Lahr/Schwarzwald begutachtet er im Auftrag der Kassen, etwa bei Pflegebedürftigkeit oder Krankenhausabrechnungen, und berät sie in medizinischen Fragen.

Einen Führerschein ausstellen, ein Naturschutzgebiet betreuen, im Schlachtbetrieb das Fleisch kontrollieren: Die Aufgaben des Kreises Pinneberg reichen weit. Zuständig ist er für rund 326.000 Menschen zwischen dem Stadtrand von Hamburg und der Nordseeinsel Helgoland. Erledigt wird diese Arbeit von rund 1.400 Beschäftigten, die meisten am Verwaltungssitz in Elmshorn, weitere in den Nebenstellen in Pinneberg, Tornesch, Uetersen und Wedel. Der Kreis Pinneberg ist der flächenkleinste und zugleich bevölkerungsreichste Kreis Schleswig-Holsteins. Auf gut 664 Quadratkilometern leben 325.858 Menschen (Stand 31. Dezember 2025), knapp 491 je Quadratkilometer. Er gehört zur Metropolregion Hamburg, und seit 1932 zählt auch Helgoland dazu. Kreisstadt ist Pinneberg, die Verwaltung selbst zog 2011 nach Elmshorn. Als Körperschaft des öffentlichen Rechts übernimmt der Kreis die Aufgaben, die für eine einzelne Stadt zu groß wären. Im Gesundheitsamt achten Ärztinnen und Ärzte auf Hygiene und Infektionsschutz, Straßenwärter halten die Kreisstraßen instand, in der Sozialverwaltung wird über Anträge entschieden. Entsprechend breit ist die Belegschaft aufgestellt. Neben Verwaltungsfachleuten arbeiten hier Ingenieurinnen, Tierärzte und Sozialarbeiterinnen, ein Teil als Beamte, ein Teil im Tarifverhältnis. Der öffentliche Dienst bietet einen sicheren Arbeitsplatz. Dazu kommen flexible Arbeitszeiten, Vollzeit, Teilzeit und mobiles Arbeiten, eine Betriebskantine und ein Jobticket. Auf Fort- und Weiterbildung legt die Verwaltung Wert, und den Nachwuchs bildet sie selbst aus: im klassischen Verwaltungsberuf, im dualen Studium und bis hin zum Rechtsreferendariat. Als Leitbild nennt der Kreis Gemeinwohl, Kundennähe, Chancengleichheit und Nachhaltigkeit. Geführt wird die Verwaltung von Landrätin Elfi Heesch.

Die Niels-Stensen-Kliniken sind mit mehr als 1.500 Betten und fast 6000 Mitarbeitenden der größte Krankenhausträger in Stadt und Landkreis Osnabrück sowie dem Emsland. Zu unserem Verbund zählen sechs somatischen Krankenhäusern (davon zwei Akademische Lehrkrankenhäuser), zwei Fachkliniken für Psychiatrie, Psychosomatik und Innere Medizin sowie einer Fachklinik für psychische und psychosomatische Erkrankungen, zwei Pflegeeinrichtungen, einer Fachpflegeeinrichtung, einem Hospiz, einer Bildungseinrichtung für Berufe im Gesundheitswesen sowie zwei Dienstleistungsgesellschaften im Raum Osnabrück und dem Emsland.

590.700 Familien und 28.000 Firmen- und institutionelle Kunden vertrauten Ende 2024 bei ihren Geldfragen auf MLP. Betreut werden sie von mehr als 2.000 Beraterinnen und Beratern an rund 90 Standorten in ganz Deutschland. Angefangen hat das 1971. Damals gründeten Marschollek, Lautenschläger und Partner in Heidelberg eine Beratung, die sich gezielt an Akademiker richtete. MLP begleitet Menschen bei Altersvorsorge, Versicherungen, Finanzierungen und Vermögensanlage. Der Sitz ist Wiesloch bei Heidelberg. Gerade Medizinerinnen, Juristen und Wirtschaftswissenschaftler gehören seit jeher zur Kernklientel, oft schon ab dem Studium und über das ganze Berufsleben hinweg. Wer hier als Beraterin oder Berater einsteigt, arbeitet meist in einer der Geschäftsstellen vor Ort und wird über ein eigenes Ausbildungsprogramm an den Beruf herangeführt. Daneben braucht ein Haus dieser Größe viele weitere Fachleute. In Wiesloch sitzen IT, Produktmanagement, Recht und Marketing, und mit der MLP Banking AG gehört auch eine eigene Bank zur Gruppe. Die Finanzberatung ist die Kernmarke eines Konzerns, der unter dem Dach der börsennotierten MLP SE mehrere spezialisierte Gesellschaften bündelt, darunter der Vermögensverwalter FERI und der Versicherungsspezialist DOMCURA. 2024 überschritten die Erlöse der Gruppe erstmals eine Milliarde Euro, das betreute Vermögen lag bei 63,1 Milliarden Euro. Zur genauen Gesamtbelegschaft macht das Unternehmen öffentlich wechselnde Angaben. Gesichert sind über 2.000 Beraterinnen und Berater. Geführt wird die Finanzberatung von einem fünfköpfigen Vorstand unter Sprecher Jan Berg.

Rund 750 Menschen arbeiten hier daran, dass aus Laborbefunden Behandlungen werden. Das Berliner Institut für Gesundheitsforschung in der Charité, kurz BIH, hat für diesen Weg einen eigenen Namen: Translation. Gemeint ist die Strecke von der biomedizinischen Grundlagenforschung über die klinische Studie bis ans Krankenbett. Über der Arbeit steht der Leitsatz „Aus Forschung wird Gesundheit“. Etwa 50 wissenschaftliche Arbeitsgruppen forschen am BIH, unter anderem an regenerativen Therapien und an digitaler Gesundheit. Gegründet wurde das Institut 2013. Seit Januar 2021 bildet es die dritte Säule der Charité neben Krankenversorgung und Fakultät und ist dort der Translationsforschungsbereich; das Max Delbrück Center ist privilegierter Partner. Finanziert wird das BIH zu 90 Prozent vom Bund und zu 10 Prozent vom Land Berlin. Das ist eine öffentliche Grundlage, auf der sich langfristig planen lässt. Wer hier arbeitet, sitzt selten allein im Labor. Im Käthe-Beutler-Haus in Berlin-Buch stehen die Arbeitsgruppen Tür an Tür mit dem Max Delbrück Center. Im Rahel Hirsch Center for Translational Medicine an der Luisenstraße laufen klinische Studien direkt am Campus Charité Mitte, und die Verwaltung sitzt im Spreepalais am Dom, wenige Schritte vom Berliner Dom entfernt. Dazu kommen Standorte am Campus Virchow-Klinikum und am Campus Benjamin Franklin. Die Berufe reichen weit über die Wissenschaft hinaus. Neben Forschenden aus Biologie, Medizin und Bioinformatik arbeiten am BIH technische Assistenzen in den Core Facilities, etwa in der Genomik oder der Proteomik, dazu Beschäftigte in Verwaltung, Wissenschaftsmanagement und Kommunikation. Auch Ausbildungsplätze und duale Studiengänge vergibt das Institut. Wie sich die rund 750 Stellen auf Wissenschaft, Technik und Verwaltung verteilen, weist das BIH öffentlich allerdings nicht aus. Für Ärztinnen und Ärzte ist das BIH Charité Clinician Scientist Programm das wohl stärkste Argument. 2011 mit acht Geförderten gestartet, ist es heute das größte Programm seiner Art in Deutschland. Sein Kern ist vertraglich zugesicherte Forschungszeit: 50 Prozent der Arbeitszeit über drei Jahre, bei Jüngeren 20 Prozent über zwei Jahre (Ärztekammer Berlin, Januar 2024). Facharztweiterbildung und eigene Forschung schließen sich hier also nicht aus. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft zeichnete das Programm 2015 als Best-Practice-Modell aus. Für alle anderen Karrierestufen öffnet die BIH Biomedical Innovation Academy ihre Vorträge, Workshops und Trainings, und ein Welcome Service begleitet neue Beschäftigte und Gäste beim Ankommen in Berlin.

In Frankfurt-Bornheim behandelt das AGAPLESION BETHANIEN KRANKENHAUS seit 1908 am selben Standort Patientinnen und Patienten. Rund 240 Betten hat das Haus heute, die Schwerpunkte liegen in der Kardiologie, der Diabetologie und der Onkologie. Gearbeitet wird nach dem Belegarztprinzip: Niedergelassene Fachärztinnen und Fachärzte betreuen ihre eigenen Patienten hier stationär weiter, viele Praxen sitzen direkt auf dem Gelände. Für Pflege, Funktionsdienste und Verwaltung bedeutet das ein ungewöhnlich breites Fachspektrum für ein Haus dieser Größe. Träger ist die gemeinnützige AGAPLESION FRANKFURTER DIAKONIE KLINIKEN gGmbH mit Sitz in Frankfurt am Main, die in der Stadt auch das AGAPLESION MARKUS KRANKENHAUS, ein Medizinisches Versorgungszentrum und ein Bildungszentrum für Pflegeberufe betreibt. Beide Kliniken gehören zum evangelischen Gesundheitskonzern AGAPLESION, der nach eigenen Angaben rund 22.000 Mitarbeitende beschäftigt, bundesweit mehr als 100 Einrichtungen führt und jährlich etwa eine Million Patientinnen und Patienten versorgt (agaplesion.de, abgerufen 08.08.2026). Ein überschaubares Haus mit kurzen Wegen, im Rücken ein Verbund mit 20 Krankenhausstandorten. Medizinisch reicht die Bandbreite von einer zertifizierten Chest-Pain-Unit in der Kardiologie bis zur Kopf-Hals-Klinik mit eigenem Tumorzentrum, dazu kommen unter anderem ein Darmzentrum und ein Diabeteszentrum. Gelehrt wird hier ebenfalls. Das Bethanien ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Evangelischen Hochschule Darmstadt und der Universität Pécs in Ungarn. Ausgebildet wird längst nicht nur in der Pflege: Auch Operations- und Anästhesietechnische Assistenz gehören dazu, ebenso die Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration. Hochschulabsolventinnen und -absolventen können über ein zwölfmonatiges Traineeprogramm ins Pflegemanagement einsteigen, Pflegekräfte aus Nicht-EU-Ländern werden über das konzerneigene Programm AGA_IQ auf die Anerkennung ihres Abschlusses vorbereitet. Das Zertifikat der Initiative berufundfamilie trägt das Haus seit 2010. Zum Angebot für Beschäftigte zählen subventionierte RMV-Monats- und Jahreskarten, JobRad-Leasing, kostenfreie Sportkurse und finanzielle Unterstützung bei der Pflege von Angehörigen. Eine eigene Beschäftigtenzahl für den Standort Bornheim veröffentlicht das Krankenhaus nicht. Der betriebseigene Kindergarten Rappelkiste hat 45 Plätze für Kinder von einem bis sechs Jahren und öffnet werktags um 5:45 Uhr.

3.581 Menschen aus 90 Nationen arbeiten am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg (Stand: Juni 2026). Rund 1.500 von ihnen forschen, gut 500 davon als Doktorandinnen und Doktoranden. Der größere Teil der Belegschaft arbeitet außerhalb der Labore, in Verwaltung, Technik und Infrastruktur. Das DKFZ ist die größte biomedizinische Forschungseinrichtung Deutschlands. Gegründet wurde das Zentrum 1964. Es ist eine Stiftung des öffentlichen Rechts, finanziert zu 90 Prozent vom Bund und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg, und gehört zu den 18 Zentren der Helmholtz-Gemeinschaft. Das Gesamtbudget liegt bei 515 Millionen Euro (Stand: Juni 2026). Geforscht wird an vier Fragen: Wie entsteht Krebs, wie erkennt man ihn früh, wie behandelt man ihn wirksam, wie verhindert man ihn. In mehr als 100 Abteilungen und Forschungsgruppen geht es dabei um sehr Unterschiedliches. Die einen untersuchen, wie Immunzellen Tumoren erkennen, die anderen entwickeln Bildgebung und Bestrahlungstechnik weiter. 21 Core Facilities stellen Großgeräte und Spezialmethoden bereit, die einzelne Arbeitsgruppen allein nicht betreiben könnten. Dass diese Arbeit ankommt, lässt sich belegen. Harald zur Hausen wies am DKFZ nach, dass humane Papillomviren Gebärmutterhalskrebs auslösen; 2008 erhielt er dafür den Nobelpreis für Medizin, und aus dieser Forschung ging die HPV-Impfung hervor. Aus dem Zentrum sind bislang 18 Ausgründungsprojekte entstanden, gehalten werden 275 Patentfamilien. Direkt bei Patientinnen und Patienten landet der Krebsinformationsdienst: kostenlos, täglich von 8 bis 20 Uhr, unter 0800 420 30 40. Hauptsitz ist das Neuenheimer Feld in Heidelberg, Tür an Tür mit Universität und Universitätsklinikum. Seit 2019 gibt es einen zweiten eigenen Standort in Dresden, wo an Sensorik und künstlicher Intelligenz für die Tumordiagnostik gearbeitet wird. Dazu kommen das DKFZ Hector Cancer Institute an der Universitätsmedizin Mannheim und das Helmholtz-Institut HI-TRON in Mainz. Über das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen und das Deutsche Konsortium für Translationale Krebsforschung ist das DKFZ an sechs beziehungsweise acht weiteren Standorten mit Universitätskliniken verbunden. Wie sich die Belegschaft auf diese Orte verteilt, weist das Zentrum öffentlich nicht aus. Bezahlt wird nach dem Tarifvertrag der Länder. Dazu kommen 30 Urlaubstage, freie Tage an Heiligabend und Silvester sowie die Betriebsrente über die VBL. Bis zu 40 Prozent der Arbeitszeit lassen sich mobil erbringen, das Deutschland-Jobticket wird an allen Standorten bezuschusst. Das Zentrum trägt das Zertifikat des audit berufundfamilie und bietet den eigenen Beschäftigten ein Krebsvorsorge- und Früherkennungsprogramm an. Für die fachliche Entwicklung gibt es die Cancer Research Academy mit Master-, Promotions- und Postdoc-Programmen, ein Clinician-Scientist-Programm für Ärztinnen und Ärzte und mit "Light up your Journey" ein Trainee-Programm für Hochschulabsolventen in der Verwaltung. Internationale Beschäftigte und ihre Familien betreut eine eigene Abteilung, die International Staff Services. Nachwuchs bildet das DKFZ selbst aus. 74 Auszubildende lernen hier (Stand: Juni 2026), in fünf Ausbildungsberufen und fünf dualen Studiengängen, etwa als Biologielaborantin, Tierpfleger oder Fachinformatikerin für Systemintegration. Ausbildungsstart ist jedes Jahr der 1. September.

Die MSB Medical School Berlin ist eine staatlich anerkannte private Hochschule für Gesundheit und Medizin in Berlin. An drei Fakultäten bietet sie Bachelor-, Master- und Staatsexamensstudiengänge an und betreibt Forschungsinstitute sowie psychotherapeutische Hochschulambulanzen. Zur Hochschule gehört außerdem ein Institut für Psychotherapieausbildung.

Rund 5,5 Millionen Haushalte und Betriebe beziehen Strom oder Gas von der EnBW. Gut 31.500 Menschen sorgen dafür, dass das funktioniert: im Umspannwerk, auf der Offshore-Baustelle in der Nordsee, im Energiehandel in Karlsruhe. Der Konzern entstand 1997 aus dem Zusammenschluss von Badenwerk und Energie-Versorgung Schwaben und gehört heute zu den drei größten Energieunternehmen Deutschlands. Der Sitz ist bis heute Karlsruhe. Das Geschäft reicht von der Erzeugung über die Netze bis zum Kunden. Die Tochter Netze BW betreibt allein rund 98.000 Kilometer Stromnetz und versorgt darüber 2,37 Millionen Netzkundinnen und Netzkunden (Netze BW, Stand April 2026); dazu kommen Gas- und Wasserleitungen und das Stuttgarter Trinkwassernetz. In der Nordsee, etwa 90 Kilometer nordwestlich von Borkum, entsteht mit He Dreiht ein Offshore-Windpark mit 960 Megawatt und 64 Turbinen, der im Sommer 2026 vollständig ans Netz gehen soll. Und wer ein Elektroauto fährt, kennt die Marke oft von der Raststätte: Mit mehr als 9.000 Schnellladepunkten betreibt EnBW das größte Schnellladenetz Deutschlands, bis 2030 sollen es 20.000 werden. Auch Breitband gehört dazu, über die Telekommunikationstochter in Baden-Württemberg. Die Zahlen dahinter sind solide. 2025 lag der Außenumsatz bei 34,4 Milliarden Euro und das operative Ergebnis (Adjusted EBITDA) bei 5,1 Milliarden Euro; investiert wurden im selben Jahr 7,6 Milliarden Euro, rund 60 Prozent davon in Strom- und Gasnetze, darunter die Gleichstromtrasse SuedLink. Etwa zwei Drittel der Erzeugungskapazität stammen inzwischen aus erneuerbaren Energien, bis 2030 sollen es 75 bis 80 Prozent sein. Für Beschäftigte ist auch der Eigentümerkreis relevant: Das Land Baden-Württemberg und der Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke halten je rund 47 Prozent der Aktien (Stand 30.06.2026). Das ist eine ungewöhnlich langfristig orientierte Basis für Projekte, die über Jahrzehnte laufen. Über Deutschland hinaus arbeitet EnBW unter anderem in Dänemark, Frankreich und Schweden. Entsprechend breit sind die Berufsbilder. Elektronikerinnen und Anlagenmechaniker halten Netze und Kraftwerke in Betrieb, Ingenieurteams planen Leitungen und Windparks, im Energiehandel und in der IT arbeiten Menschen an Prognosen und Systemen für einen Markt, der sich im Viertelstundentakt verändert. Der Nachwuchs kommt zu einem großen Teil aus dem eigenen Haus: 268 junge Menschen starteten 2024 bei EnBW und Netze BW in eine Ausbildung oder ein duales Studium, ausgebildet wird unter anderem in Biberach, Heilbronn und Stuttgart, der häufigste Ausbildungsberuf ist Elektroniker*in für Betriebstechnik. Duale Studierende wechseln im Dreimonatsrhythmus zwischen DHBW und Betrieb. Zu den Arbeitgeberleistungen zählen ein Mobilitätsangebot mit Nahverkehrsticket, Ladetarif und Dienstrad sowie Modelle für flexible Arbeitszeiten; einzelne Weiterbildungsprogramme benennt die Karriereseite allerdings nicht im Detail. Wer wissen will, wie sich das anfühlt, findet dort Berichte aus dem Einkauf, dem Recruiting und vom Bau des Offshore-Windparks.
Die Limbach Gruppe SE mit Sitz in Heidelberg ist ein Verbund medizinischer Laboratorien in Deutschland. Die Gruppe erbringt labormedizinische Diagnostik fuer niedergelassene Aerztinnen und Aerzte, Kliniken und weitere Einrichtungen des Gesundheitswesens, unter anderem in den Bereichen instrumentelle Analytik, Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie. Gefuehrt wird das Unternehmen von einem mehrkoepfigen Vorstand.
Die Alpha-Med KG aus Nürnberg ist ein Personaldienstleister für Pflege, Pädagogik und weitere Gesundheitsberufe und gehört zur AlphaConsult-Gruppe. Sie vermittelt Fachkräfte an Einrichtungen in ganz Deutschland, unter anderem mit einer Niederlassung in Villingen-Schwenningen.


