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Die Niels-Stensen-Kliniken sind mit mehr als 1.500 Betten und fast 6000 Mitarbeitenden der größte Krankenhausträger in Stadt und Landkreis Osnabrück sowie dem Emsland. Zu unserem Verbund zählen sechs somatischen Krankenhäusern (davon zwei Akademische Lehrkrankenhäuser), zwei Fachkliniken für Psychiatrie, Psychosomatik und Innere Medizin sowie einer Fachklinik für psychische und psychosomatische Erkrankungen, zwei Pflegeeinrichtungen, einer Fachpflegeeinrichtung, einem Hospiz, einer Bildungseinrichtung für Berufe im Gesundheitswesen sowie zwei Dienstleistungsgesellschaften im Raum Osnabrück und dem Emsland.

In Hechingen entstehen Implantate zum Teil in Handarbeit. Auf feine Textilschläuche werden Drahtgeflechte aufgenäht, weil das bis heute keine Maschine präzise genug hinbekommt. Später schieben Chirurginnen und Chirurgen diese Stentprothesen minimalinvasiv in die Hauptschlagader von Patienten mit einem Aneurysma und verhindern damit lebensgefährliche Risse. Entwickelt und gefertigt werden sie seit dem Jahr 2000 von der JOTEC GmbH. JOTEC baut Stentgraft-Systeme und Gefäßprothesen für die Aorta und die peripheren Gefäße, dazu die Einführsysteme, mit denen Gefäßchirurgen und interventionelle Radiologen sie einsetzen. Kunden sind Kliniken und die Ärztinnen und Ärzte, die dort operieren. Seit 2017 gehört das Unternehmen zum amerikanischen Medizintechnikkonzern CryoLife, der sich 2022 in Artivion umbenannt hat und heute weltweit über 1.600 Menschen beschäftigt. Gefertigt wird im Konzern an drei Standorten, zwei davon in den USA, einer in Hechingen. Der schwäbische Standort ist damit die einzige Produktion in Europa, und er bündelt neben der Fertigung auch Entwicklung und Verwaltung. Wie ernst es der Konzern mit Hechingen meint, lässt sich an Beton und Technik ablesen. 2022 ging dort eine knapp 6.000 Quadratmeter große Erweiterung in Betrieb. Herzstück ist ein Reinraum der ISO-Klasse 8 mit 1.500 Quadratmetern Fläche, 22 Räumen und Schleusen, die für über 250 Beschäftigte ausgelegt sind. Bis zu 190 Näherinnen und Näher können hier im Schichtbetrieb arbeiten. Branchenberichte nannten zuletzt rund 500 Beschäftigte am Standort (Stand 2023); eine tagesaktuelle Zahl veröffentlicht das Unternehmen selbst nicht. Entsprechend breit ist, wer hier gesucht wird. Neben Produktionsmitarbeitenden für die Stentherstellung schreibt JOTEC regelmäßig Stellen in der Produktentwicklung und in der Qualitätssicherung aus. Ein eigener Bereich Regulatory Affairs kümmert sich darum, dass die Implantate ihre Zulassungen bekommen und behalten. Ausgebildet wird auch. Zum 1. September 2026 sucht das Unternehmen angehende Maschinen- und Anlagenführer, zuletzt standen außerdem Ausbildungsplätze zum Industriekaufmann und zur Fachkraft für Lagerlogistik im Stellenportal. Eins sollte man beim Bewerben wissen: Der Webauftritt läuft inzwischen unter dem Konzernnamen Artivion, das Stellenportal mit den offenen Positionen liegt weiterhin unter jotec.com. Rechtlich bleibt es die JOTEC GmbH mit Sitz in Hechingen. Und genäht wird dort nach wie vor von Hand.

Rund 5,5 Millionen Haushalte und Betriebe beziehen Strom oder Gas von der EnBW. Gut 31.500 Menschen sorgen dafür, dass das funktioniert: im Umspannwerk, auf der Offshore-Baustelle in der Nordsee, im Energiehandel in Karlsruhe. Der Konzern entstand 1997 aus dem Zusammenschluss von Badenwerk und Energie-Versorgung Schwaben und gehört heute zu den drei größten Energieunternehmen Deutschlands. Der Sitz ist bis heute Karlsruhe. Das Geschäft reicht von der Erzeugung über die Netze bis zum Kunden. Die Tochter Netze BW betreibt allein rund 98.000 Kilometer Stromnetz und versorgt darüber 2,37 Millionen Netzkundinnen und Netzkunden (Netze BW, Stand April 2026); dazu kommen Gas- und Wasserleitungen und das Stuttgarter Trinkwassernetz. In der Nordsee, etwa 90 Kilometer nordwestlich von Borkum, entsteht mit He Dreiht ein Offshore-Windpark mit 960 Megawatt und 64 Turbinen, der im Sommer 2026 vollständig ans Netz gehen soll. Und wer ein Elektroauto fährt, kennt die Marke oft von der Raststätte: Mit mehr als 9.000 Schnellladepunkten betreibt EnBW das größte Schnellladenetz Deutschlands, bis 2030 sollen es 20.000 werden. Auch Breitband gehört dazu, über die Telekommunikationstochter in Baden-Württemberg. Die Zahlen dahinter sind solide. 2025 lag der Außenumsatz bei 34,4 Milliarden Euro und das operative Ergebnis (Adjusted EBITDA) bei 5,1 Milliarden Euro; investiert wurden im selben Jahr 7,6 Milliarden Euro, rund 60 Prozent davon in Strom- und Gasnetze, darunter die Gleichstromtrasse SuedLink. Etwa zwei Drittel der Erzeugungskapazität stammen inzwischen aus erneuerbaren Energien, bis 2030 sollen es 75 bis 80 Prozent sein. Für Beschäftigte ist auch der Eigentümerkreis relevant: Das Land Baden-Württemberg und der Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke halten je rund 47 Prozent der Aktien (Stand 30.06.2026). Das ist eine ungewöhnlich langfristig orientierte Basis für Projekte, die über Jahrzehnte laufen. Über Deutschland hinaus arbeitet EnBW unter anderem in Dänemark, Frankreich und Schweden. Entsprechend breit sind die Berufsbilder. Elektronikerinnen und Anlagenmechaniker halten Netze und Kraftwerke in Betrieb, Ingenieurteams planen Leitungen und Windparks, im Energiehandel und in der IT arbeiten Menschen an Prognosen und Systemen für einen Markt, der sich im Viertelstundentakt verändert. Der Nachwuchs kommt zu einem großen Teil aus dem eigenen Haus: 268 junge Menschen starteten 2024 bei EnBW und Netze BW in eine Ausbildung oder ein duales Studium, ausgebildet wird unter anderem in Biberach, Heilbronn und Stuttgart, der häufigste Ausbildungsberuf ist Elektroniker*in für Betriebstechnik. Duale Studierende wechseln im Dreimonatsrhythmus zwischen DHBW und Betrieb. Zu den Arbeitgeberleistungen zählen ein Mobilitätsangebot mit Nahverkehrsticket, Ladetarif und Dienstrad sowie Modelle für flexible Arbeitszeiten; einzelne Weiterbildungsprogramme benennt die Karriereseite allerdings nicht im Detail. Wer wissen will, wie sich das anfühlt, findet dort Berichte aus dem Einkauf, dem Recruiting und vom Bau des Offshore-Windparks.

In Frankfurt-Bornheim behandelt das AGAPLESION BETHANIEN KRANKENHAUS seit 1908 am selben Standort Patientinnen und Patienten. Rund 240 Betten hat das Haus heute, die Schwerpunkte liegen in der Kardiologie, der Diabetologie und der Onkologie. Gearbeitet wird nach dem Belegarztprinzip: Niedergelassene Fachärztinnen und Fachärzte betreuen ihre eigenen Patienten hier stationär weiter, viele Praxen sitzen direkt auf dem Gelände. Für Pflege, Funktionsdienste und Verwaltung bedeutet das ein ungewöhnlich breites Fachspektrum für ein Haus dieser Größe. Träger ist die gemeinnützige AGAPLESION FRANKFURTER DIAKONIE KLINIKEN gGmbH mit Sitz in Frankfurt am Main, die in der Stadt auch das AGAPLESION MARKUS KRANKENHAUS, ein Medizinisches Versorgungszentrum und ein Bildungszentrum für Pflegeberufe betreibt. Beide Kliniken gehören zum evangelischen Gesundheitskonzern AGAPLESION, der nach eigenen Angaben rund 22.000 Mitarbeitende beschäftigt, bundesweit mehr als 100 Einrichtungen führt und jährlich etwa eine Million Patientinnen und Patienten versorgt (agaplesion.de, abgerufen 08.08.2026). Ein überschaubares Haus mit kurzen Wegen, im Rücken ein Verbund mit 20 Krankenhausstandorten. Medizinisch reicht die Bandbreite von einer zertifizierten Chest-Pain-Unit in der Kardiologie bis zur Kopf-Hals-Klinik mit eigenem Tumorzentrum, dazu kommen unter anderem ein Darmzentrum und ein Diabeteszentrum. Gelehrt wird hier ebenfalls. Das Bethanien ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Evangelischen Hochschule Darmstadt und der Universität Pécs in Ungarn. Ausgebildet wird längst nicht nur in der Pflege: Auch Operations- und Anästhesietechnische Assistenz gehören dazu, ebenso die Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration. Hochschulabsolventinnen und -absolventen können über ein zwölfmonatiges Traineeprogramm ins Pflegemanagement einsteigen, Pflegekräfte aus Nicht-EU-Ländern werden über das konzerneigene Programm AGA_IQ auf die Anerkennung ihres Abschlusses vorbereitet. Das Zertifikat der Initiative berufundfamilie trägt das Haus seit 2010. Zum Angebot für Beschäftigte zählen subventionierte RMV-Monats- und Jahreskarten, JobRad-Leasing, kostenfreie Sportkurse und finanzielle Unterstützung bei der Pflege von Angehörigen. Eine eigene Beschäftigtenzahl für den Standort Bornheim veröffentlicht das Krankenhaus nicht. Der betriebseigene Kindergarten Rappelkiste hat 45 Plätze für Kinder von einem bis sechs Jahren und öffnet werktags um 5:45 Uhr.

3.581 Menschen aus 90 Nationen arbeiten am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg (Stand: Juni 2026). Rund 1.500 von ihnen forschen, gut 500 davon als Doktorandinnen und Doktoranden. Der größere Teil der Belegschaft arbeitet außerhalb der Labore, in Verwaltung, Technik und Infrastruktur. Das DKFZ ist die größte biomedizinische Forschungseinrichtung Deutschlands. Gegründet wurde das Zentrum 1964. Es ist eine Stiftung des öffentlichen Rechts, finanziert zu 90 Prozent vom Bund und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg, und gehört zu den 18 Zentren der Helmholtz-Gemeinschaft. Das Gesamtbudget liegt bei 515 Millionen Euro (Stand: Juni 2026). Geforscht wird an vier Fragen: Wie entsteht Krebs, wie erkennt man ihn früh, wie behandelt man ihn wirksam, wie verhindert man ihn. In mehr als 100 Abteilungen und Forschungsgruppen geht es dabei um sehr Unterschiedliches. Die einen untersuchen, wie Immunzellen Tumoren erkennen, die anderen entwickeln Bildgebung und Bestrahlungstechnik weiter. 21 Core Facilities stellen Großgeräte und Spezialmethoden bereit, die einzelne Arbeitsgruppen allein nicht betreiben könnten. Dass diese Arbeit ankommt, lässt sich belegen. Harald zur Hausen wies am DKFZ nach, dass humane Papillomviren Gebärmutterhalskrebs auslösen; 2008 erhielt er dafür den Nobelpreis für Medizin, und aus dieser Forschung ging die HPV-Impfung hervor. Aus dem Zentrum sind bislang 18 Ausgründungsprojekte entstanden, gehalten werden 275 Patentfamilien. Direkt bei Patientinnen und Patienten landet der Krebsinformationsdienst: kostenlos, täglich von 8 bis 20 Uhr, unter 0800 420 30 40. Hauptsitz ist das Neuenheimer Feld in Heidelberg, Tür an Tür mit Universität und Universitätsklinikum. Seit 2019 gibt es einen zweiten eigenen Standort in Dresden, wo an Sensorik und künstlicher Intelligenz für die Tumordiagnostik gearbeitet wird. Dazu kommen das DKFZ Hector Cancer Institute an der Universitätsmedizin Mannheim und das Helmholtz-Institut HI-TRON in Mainz. Über das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen und das Deutsche Konsortium für Translationale Krebsforschung ist das DKFZ an sechs beziehungsweise acht weiteren Standorten mit Universitätskliniken verbunden. Wie sich die Belegschaft auf diese Orte verteilt, weist das Zentrum öffentlich nicht aus. Bezahlt wird nach dem Tarifvertrag der Länder. Dazu kommen 30 Urlaubstage, freie Tage an Heiligabend und Silvester sowie die Betriebsrente über die VBL. Bis zu 40 Prozent der Arbeitszeit lassen sich mobil erbringen, das Deutschland-Jobticket wird an allen Standorten bezuschusst. Das Zentrum trägt das Zertifikat des audit berufundfamilie und bietet den eigenen Beschäftigten ein Krebsvorsorge- und Früherkennungsprogramm an. Für die fachliche Entwicklung gibt es die Cancer Research Academy mit Master-, Promotions- und Postdoc-Programmen, ein Clinician-Scientist-Programm für Ärztinnen und Ärzte und mit "Light up your Journey" ein Trainee-Programm für Hochschulabsolventen in der Verwaltung. Internationale Beschäftigte und ihre Familien betreut eine eigene Abteilung, die International Staff Services. Nachwuchs bildet das DKFZ selbst aus. 74 Auszubildende lernen hier (Stand: Juni 2026), in fünf Ausbildungsberufen und fünf dualen Studiengängen, etwa als Biologielaborantin, Tierpfleger oder Fachinformatikerin für Systemintegration. Ausbildungsstart ist jedes Jahr der 1. September.

Fast alle Institute liegen auf einem einzigen Campus im Süden von Mainz. Hörsäle, Labore, Kliniken, ein Botanischer Garten und zwei künstlerische Hochschulen, alles fußläufig. Knapp 30.000 Studierende aus 120 Nationen sind hier eingeschrieben, und für rund 13.000 Beschäftigte ist dieser Campus der Arbeitsplatz. Gegründet wurde die Universität 1477, zu Lebzeiten Gutenbergs, in napoleonischer Zeit geschlossen und 1946 wiedereröffnet. Als Volluniversität deckt die JGU nahezu das gesamte akademische Fächerspektrum ab. Im Exzellenzcluster PRISMA+ vermessen Physikerinnen und Physiker die Bausteine der Materie, gut hundert Kilometer entfernt bildet der Fachbereich Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft auf einem eigenen Campus in Germersheim Übersetzerinnen und Dolmetscher aus. Zehn Fachbereiche, die Hochschule für Musik und die Kunsthochschule Mainz arbeiten unter einem Dach. Diese Verbindung zweier künstlerischer Hochschulen mit einer Universität gibt es sonst nirgends in Deutschland. Die Personalstatistik zählte 2024 insgesamt 13.406 hauptberuflich Beschäftigte, davon 9.039 in der Universitätsmedizin, die seit 2009 eine eigene Körperschaft ist und zugleich Fachbereich der JGU bleibt. Forschung und Lehre machen dabei nur einen Teil aus. 591 Professuren und rund 4.150 wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen 8.663 Beschäftigten im administrativ-technischen Bereich gegenüber, Pflegepersonal eingerechnet. Gärtnerinnen pflegen den Botanischen Garten, Feinwerkmechaniker bauen Messgeräte für die Physik, und die Universitätsbibliothek hielt 2024 an 348 Öffnungstagen 3.405 Arbeitsplätze bereit. Ausgebildet wird an der JGU seit 1986. Derzeit lernen rund 80 Auszubildende und dual Studierende in 14 Berufen, etwa als Chemielaborantin, in der Veranstaltungstechnik oder als Mediengestalter für Bild und Ton; seit August 2025 bildet die Universität erstmals auch Industriemechanikerinnen aus. Etwa 15 schließen pro Jahr ab. Ein ausführliches Benefits-Kapitel führt das Karriereportal nicht, dort geht es direkt in die Ausschreibungen. Geleitet wird die Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Sitz in der Saarstraße 21 vom Physiker Georg Krausch, den der Senat Anfang 2024 einstimmig für eine vierte Amtszeit bis 2031 bestätigte. Mit der Goethe-Universität Frankfurt und der TU Darmstadt bildet die JGU die strategische Allianz der Rhein-Main-Universitäten.

Achtzig bis hundert Operationen an einem Tag. Über 2.500 Kinder, die im Jahr zur Welt kommen. Und eine Küche, die täglich 4.500 Mahlzeiten auf die Stationen bringt. Das Städtische Klinikum Karlsruhe ist das Haus der Maximalversorgung für die Region Mittlerer Oberrhein, getragen von der Stadt Karlsruhe als Alleingesellschafterin. Maximalversorgung heißt in der Praxis: Was kleinere Häuser nicht behandeln können, kommt hierher. Das Klinikum hält 1.596 Planbetten in 27 Fachabteilungen und Instituten vor, von der Kardiologie über die Neurochirurgie bis zur Kinder- und Jugendpsychiatrie, und betreibt neben der Zentralen Notaufnahme eine eigene Kindernotaufnahme. 2024 arbeiteten hier 4.576 Menschen, darunter 698 Ärztinnen und Ärzte und rund 2.350 Beschäftigte in Pflege- und Funktionsdiensten (Zahlen, Daten & Fakten des Klinikums, Stand 2024). Behandelt wurden in diesem Jahr 55.812 stationäre und 195.830 ambulante Patientinnen und Patienten. Damit zählt das Haus zu den größten Arbeitgebern der Stadt. Der Hauptcampus liegt an der Moltkestraße, mitten in Karlsruhe. Die psychiatrischen Kliniken sind wenige hundert Meter entfernt an der Kaiserallee untergebracht, dazu kommt eine Tagesklinik in Ettlingen. Die Anlage hat Geschichte: Der Klinikkomplex wurde 1907 eröffnet und galt damals als eine der modernsten Krankenhausanlagen Deutschlands. Seit 1994 führt die Stadt das Haus als gemeinnützige GmbH mit Sitz in Karlsruhe. Wer sich hier bewirbt, landet nicht zwangsläufig am Krankenbett. Neben Medizin und Pflege gibt es Arbeit in der Haustechnik, im gastronomischen Service und in der Verwaltung; Reinigung und Versorgung bündelt das Klinikum in der eigenen Tochtergesellschaft KVD, die ambulante Versorgung im angeschlossenen Medizinischen Versorgungszentrum. Ausgebildet wird im eigenen Haus. Der BildungsCampus vereint fünf Berufsfachschulen, eine Sprachschule und eine Akademie für Fort- und Weiterbildung unter einem Dach, insgesamt stehen über 600 Ausbildungsplätze zur Verfügung. Wer studieren möchte, kann das dual tun: Gemeinsam mit der DHBW bietet das Klinikum unter anderem Angewandte Hebammenwissenschaft und Physician Assistant an. Bezahlt wird nach Tarif. Je nach Berufsgruppe gelten der TVöD-K, der TV-Ärzte/VKA oder der Rahmentarifvertrag für die Gebäudereinigung, dazu kommen 30 Urlaubstage, Zusatzurlaub bei Schichtarbeit und die betriebliche Altersvorsorge des öffentlichen Dienstes. Eltern können ihre Kinder in der Betriebskita „Klinikzwerge“ unterbringen. In der Pflege lassen sich Dienste über sogenannte Ad-hoc-Teams selbst zusammenstellen, einschließlich der Entscheidung über Wochenend- und Feiertagsschichten. Eine öffentliche Angabe zur aktuellen Zahl der Auszubildenden macht das Klinikum nicht. Als Lehrkrankenhaus der Universität Freiburg begleitet das Haus außerdem Medizinstudierende durch Famulatur und Praktisches Jahr, und für Auszubildende gibt es Erasmus+-Aufenthalte im Ausland.

Über 600 Menschen arbeiten am Märzenberg in Breitenbrunn, oben im Westerzgebirge. Sie tragen ein Krankenhaus mit rund 320 Betten, ein Medizinisches Versorgungszentrum mit Praxen in mehreren Orten der Umgebung und das einzige stationäre Hospiz der Region. Damit gehören die Kliniken Erlabrunn zu den größten Arbeitgebern im Erzgebirgskreis. Gebaut wurde das Haus 1950/51 in nur zehn Monaten, als erster Krankenhausneubau der DDR und zunächst für die Bergleute der SDAG Wismut. Versorgt wird heute die Region rund um Schwarzenberg und Eibenstock. Am stärksten belegt sind Orthopädie und Unfallchirurgie sowie die Innere Medizin mit ihrem kardiologischen Schwerpunkt. Daneben arbeiten hier eine Geriatrie mit Frührehabilitation, eine Allgemein- und Visceralchirurgie und eine Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie. 2007 kam eine eigene Klinik für orthopädische Anschlussheilbehandlung dazu, sodass Patientinnen und Patienten nach der Operation im selben Haus weiterbehandelt werden. Ein Schlaflabor und eine Palliativstation gehören ebenfalls zum Standort. Wer hier anfängt, arbeitet nicht zwangsläufig am Krankenbett. Das Medizinische Versorgungszentrum führt Hausarzt-, Chirurgie- und Orthopädiepraxen von Sosa bis Grünhain-Beierfeld, dazu kommen Radiologie, Apotheke, Physiotherapie und Verwaltung im Haus selbst. Das Erzgebirgs-Hospiz begleitet seit über 15 Jahren schwerstkranke Menschen und ist das einzige stationäre Hospiz im Erzgebirge. Erlabrunn ist akademisches Lehrkrankenhaus des Universitätsklinikums Jena. Ärztinnen und Ärzte absolvieren hier ihre Facharztweiterbildung, Medizinstudierende werden gezielt begleitet. Ausgebildet wird außerdem in der Pflege, in der Operations- und Anästhesietechnischen Assistenz, in der Medizinprodukteaufbereitung und im Büromanagement, und wer die Ausbildung abschließt, hat gute Aussichten auf Übernahme. Auch Praktika und ein Freiwilliges Soziales Jahr sind möglich. Bezahlt wird nach einem Haustarifvertrag. Zur betrieblichen Altersvorsorge legt der Arbeitgeber 20 Prozent zu, es gibt JobRad-Leasing, Gesundheits- und Sportangebote sowie kostenlose Deutschkurse für Beschäftigte aus dem Ausland. Bei einem Kita-Platz in der Nähe und bei der Wohnungssuche hilft das Personalwesen mit. Eine tagesaktuelle Beschäftigtenzahl veröffentlicht das Unternehmen nicht. In der F.A.Z.-Studie "Deutschlands beste Krankenhäuser 2026" wurde das Haus ausgezeichnet, zusätzlich hervorgehoben wurden Orthopädie, Allgemein- und Visceralchirurgie sowie Psychosomatik und Psychotherapie. In seiner Größenklasse von 300 bis 500 Betten gibt es in Sachsen nur acht vergleichbare Kliniken. Das Hauptgebäude mit seiner Säulenhalle steht unter Denkmalschutz, das Areal umfasst mehr als 13 Hektar. Seit 2019 gehört das frühere Bergarbeiterkrankenhaus als assoziiertes Element zum UNESCO-Welterbe Montanregion Erzgebirge/Krušnohoří.

Rund 14.600 Menschen werden hier jedes Jahr stationär behandelt. Das Vinzentius-Krankenhaus in Landau in der Pfalz arbeitet mit 307 Planbetten und neun Hauptfachabteilungen, und 850 Mitarbeitende halten den Betrieb rund um die Uhr am Laufen. Für Landau und die Südpfalz ist es das Haus der Grund- und Regelversorgung. Allein in der Pflege stehen 238 Fachkräfte unmittelbar am Patientenbett. Die Bandbreite der Medizin ist für ein Haus dieser Größe beachtlich. Die Kardiologie betreibt seit 2008 ein eigenes Herzkatheterlabor. An die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin ist ein Perinatalzentrum angeschlossen, das Frühgeborene ab der 30. Schwangerschaftswoche versorgt. Als regionales Traumazentrum ist das Vinzentius in das TraumaNetzwerk eingebunden und arbeitet dabei mit der BG Klinik Ludwigshafen zusammen. Zertifizierte Zentren gibt es außerdem für Endoprothetik, Diabetes sowie Kontinenz und Beckenboden. Über die Zentrale Notaufnahme läuft der ungeplante Teil dieser Arbeit. Die Wurzeln reichen weit zurück. 1901 wurde der Neubau mit 35 Krankenbetten eröffnet, bis 1939 wuchs das Haus auf 200 Betten, 1971 kam die Kinderklinik dazu. Gepflegt wurde jahrzehntelang von Ordensschwestern, bis 2008. Seit 2005 führt die Caritas Trägergesellschaft Saarbrücken mbH (cts) das Krankenhaus, seit 2009 in der Rechtsform der Vinzentius-Krankenhaus Landau GmbH mit Sitz in der Cornichonstraße. Geschäftsführerin ist Ilona Fleischer-Klisch. Dieser Träger ist kein kleiner: Die cts beschäftigt nach eigenen Angaben rund 6.300 Mitarbeitende in 34 Einrichtungen im Saarland, in Rheinland-Pfalz und in Baden-Württemberg, und sie ist nicht nur im Krankenhausbereich tätig, sondern auch in der Altenhilfe, der Jugendhilfe und in Rehakliniken. Für Beschäftigte in Landau bedeutet das Wechselmöglichkeiten innerhalb eines Verbunds, der weit über das eigene Fachgebiet hinausgeht. Ausgebildet wird direkt am Standort. Die Nardini-Pflegeschule qualifiziert zur Pflegefachfrau und zum Pflegefachmann, hinzu kommen die Ausbildung zur Operationstechnischen Assistenz sowie kaufmännische Ausbildungsplätze in der Verwaltung. Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung finden über den Weiterbildungsverbund Allgemeinmedizin Südpfalz einen Weg zum Facharzt für Allgemeinmedizin, und für Pflegestudierende bestehen Kooperationen bis zur Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Karlsruhe. Auch Praktika, Jahrespraktika und Umschulungen laufen über das Haus. Zum Krankenhaus gehört das Ambulante Hospizzentrum Südpfalz, das Menschen in ihrer letzten Lebensphase zu Hause begleitet. Gesucht werden regelmäßig Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegefachkräfte für Stationen, Intensiv und OP. Zu Vergütung und Zusatzleistungen macht das Haus auf seiner Karriereseite keine detaillierten Angaben, hier lohnt die direkte Nachfrage im Personalbereich. In die Infrastruktur wird investiert: 2018 bewilligte das Land Rheinland-Pfalz 19,38 Millionen Euro für den Umbau des OP-Bereichs und die Erweiterung der Intensivstation von neun auf 16 Betten, im März 2025 kamen 5,24 Millionen Euro für neue Elektro- und Gebäudetechnik hinzu.

Rund 79.000 Patientinnen und Patienten kommen jedes Jahr in die beiden Häuser der Kreiskliniken Günzburg-Krumbach. 404 Betten, etwa 1.300 Beschäftigte, zwei Standorte. Gemeinsam versorgen die Klinik Günzburg und die Klinik Krumbach einen Landkreis mit etwa 131.000 Einwohnern, rund um die Uhr und an 365 Tagen im Jahr. Seit dem 1. November 2025 sind beide Häuser Akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Augsburg. Träger ist der Landkreis Günzburg. Er führt die Kliniken seit April 2006 als selbstständiges Kommunalunternehmen mit Dienstsitz in der Lindenallee in Günzburg. Die Häuser selbst sind deutlich älter als diese Organisationsform: Krumbach wurde 1913 als Kreisspital gegründet, Günzburg entstand 1985 aus dem Zusammenschluss mehrerer kleinerer Einrichtungen. Beide Standorte halten Notaufnahme und Grundversorgung vor, darüber hinaus sind die Schwerpunkte verteilt. In Günzburg liegen die Geburtshilfe, die Viszeralmedizin mit Gastroenterologie und Bauchchirurgie sowie die invasive Kardiologie mit Herzkatheterlabor. Krumbach konzentriert sich auf Orthopädie und Unfallchirurgie und auf die Altersmedizin, von der Akutgeriatrie bis zur geriatrischen Rehabilitation. Insgesamt gliedern sich die Kliniken in etwa 15 Fachabteilungen. Im Februar 2026 stellte Vorstand Robert Wieland eine Strategie vor, die genau diese Aufteilung festschreibt und beide Klinikstandorte erhält. Die Arbeit verteilt sich über sehr unterschiedliche Berufe. Im Herzkatheterlabor in Günzburg stehen Kardiologen neben medizinisch-technischen Radiologiefachkräften; in Krumbach begleiten Physiotherapeutinnen und Pflegefachkräfte ältere Menschen durch die Reha. Dazu kommen Technik, Hauswirtschaft und Verwaltung. Ausgebildet wird im eigenen Haus in fünf Berufen. Die dreijährige Pflegeausbildung beginnt zweimal im Jahr, im April und im September, mit theoretischem Unterricht an Berufsfachschulen in Günzburg, Krumbach und Ulm. Wer in den OP möchte, startet im Oktober die Ausbildung zur Operationstechnischen Assistenz, und Kaufleute im Gesundheitswesen lernen an der Berufsschule Günzburg. Wie viele Auszubildende aktuell beschäftigt sind, veröffentlichen die Kliniken nicht. Für Ärztinnen und Ärzte gibt es Facharztweiterbildung im Haus, und Medizinstudierende der Universität Augsburg können ihr Praktisches Jahr in Günzburg und Krumbach absolvieren. Die Kreiskliniken sind das fünfte Akademische Lehrkrankenhaus der Medizinischen Fakultät. In der Herzmedizin besteht seit November 2025 ein Kooperationsvertrag mit dem Universitätsklinikum Augsburg: Jeden Donnerstag besprechen Kardiologen beider Häuser komplizierte Fälle in einer gemeinsamen Heart-Team-Videokonferenz. Zum Alltag gehören langfristige Schichtplanung, kostenfreie Parkplätze an beiden Häusern, bezuschusstes Essen, Fahrradleasing und betriebliche Altersvorsorge. Wer von weiter weg kommt, erhält Unterstützung bei der Wohnungssuche und übergangsweise eine Personalwohnung. Die Kreiskliniken sind Mitglied im Verbund Klinik Kompetenz Bayern, in dem sich über 60 kommunale Krankenhäuser in Bayern zusammengeschlossen haben.

Rund 87.400 Menschen werden hier im Jahr stationär behandelt, dazu kommen über 1,2 Millionen ambulante Fälle. Getragen wird das von 14.544 Mitarbeitenden aus 133 Nationen, die in mehr als 100 Berufsbildern arbeiten. Damit ist das Universitätsklinikum Heidelberg der größte Arbeitgeber der Region. Gearbeitet wird an mehreren Standorten in Heidelberg. Der größte ist das Neuenheimer Feld, wo Kliniken, Institute und Forschungsgebäude auf einem Campus nebeneinanderliegen; hinzu kommen Häuser in Bergheim, Rohrbach und Schlierbach. Über 50 Fachabteilungen und rund 2.589 Betten decken die Medizin in ihrer ganzen Breite ab. Die Wurzeln reichen bis 1388 zurück, als die Universität Heidelberg mit ihrer Medizinischen Fakultät gegründet wurde. Krankenversorgung, Forschung und Lehre stehen hier nicht nebeneinander, sondern im selben Haus. Wer auf einer Station in der Pflege arbeitet, tut das dort, wo neue Therapien entstehen. Ein Beispiel ist das Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrum: Seit November 2009 werden dort Tumoren mit Protonen und Schwerionen bestrahlt, und bei der Inbetriebnahme war es die erste Anlage in Europa, die beide Strahlarten anbieten konnte. Das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen betreibt das Klinikum gemeinsam mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum. Die Forschungsschwerpunkte liegen bei Krebs, Neurowissenschaften, Infektion und Immunologie sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Seit dem 1. Januar 2026 hält das Klinikum die Mehrheit am Universitätsklinikum Mannheim. Beide Häuser bleiben eigenständige Rechtsträger, kommen zusammen aber auf rund 90 Fachabteilungen, etwa 2.800 Betten und mehr als 20.000 Beschäftigte. Für Bewerberinnen und Bewerber heißt das: ein zweiter Campus in Fahrweite, an dem sich Laufbahnen fortsetzen lassen. Die über 100 Berufsbilder gehen weit über Medizin und Pflege hinaus. In den Laboren arbeiten medizinische Technologinnen, in der IT betreuen Fachleute die Systeme eines Betriebs mit über einer Million Behandlungsfällen im Jahr, und in Personal, Finanzen und Einkauf hält die Verwaltung den Laden am Laufen. Ausgebildet wird über die Akademie für Gesundheitsberufe Heidelberg, eine gemeinnützige Gesellschaft, die dem Klinikum gemeinsam mit der Evangelischen Stadtmission gehört; sie führt rund zehn Ausbildungsgänge von der Pflegefachperson bis zur Physiotherapie. Wie viele Ausbildungsplätze jährlich besetzt werden, weist das Klinikum öffentlich nicht zentral aus. Als Anstalt des öffentlichen Rechts mit Sitz im Neuenheimer Feld untersteht das Haus den Ministerien für Wissenschaft und für Soziales des Landes Baden-Württemberg. Bezahlt wird nach Tarifvertrag. Für alle neuen Mitarbeitenden gibt es monatlich eine zentrale Einführungsveranstaltung.

