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Rund 5,5 Millionen Haushalte und Betriebe beziehen Strom oder Gas von der EnBW. Gut 31.500 Menschen sorgen dafür, dass das funktioniert: im Umspannwerk, auf der Offshore-Baustelle in der Nordsee, im Energiehandel in Karlsruhe. Der Konzern entstand 1997 aus dem Zusammenschluss von Badenwerk und Energie-Versorgung Schwaben und gehört heute zu den drei größten Energieunternehmen Deutschlands. Der Sitz ist bis heute Karlsruhe. Das Geschäft reicht von der Erzeugung über die Netze bis zum Kunden. Die Tochter Netze BW betreibt allein rund 98.000 Kilometer Stromnetz und versorgt darüber 2,37 Millionen Netzkundinnen und Netzkunden (Netze BW, Stand April 2026); dazu kommen Gas- und Wasserleitungen und das Stuttgarter Trinkwassernetz. In der Nordsee, etwa 90 Kilometer nordwestlich von Borkum, entsteht mit He Dreiht ein Offshore-Windpark mit 960 Megawatt und 64 Turbinen, der im Sommer 2026 vollständig ans Netz gehen soll. Und wer ein Elektroauto fährt, kennt die Marke oft von der Raststätte: Mit mehr als 9.000 Schnellladepunkten betreibt EnBW das größte Schnellladenetz Deutschlands, bis 2030 sollen es 20.000 werden. Auch Breitband gehört dazu, über die Telekommunikationstochter in Baden-Württemberg. Die Zahlen dahinter sind solide. 2025 lag der Außenumsatz bei 34,4 Milliarden Euro und das operative Ergebnis (Adjusted EBITDA) bei 5,1 Milliarden Euro; investiert wurden im selben Jahr 7,6 Milliarden Euro, rund 60 Prozent davon in Strom- und Gasnetze, darunter die Gleichstromtrasse SuedLink. Etwa zwei Drittel der Erzeugungskapazität stammen inzwischen aus erneuerbaren Energien, bis 2030 sollen es 75 bis 80 Prozent sein. Für Beschäftigte ist auch der Eigentümerkreis relevant: Das Land Baden-Württemberg und der Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke halten je rund 47 Prozent der Aktien (Stand 30.06.2026). Das ist eine ungewöhnlich langfristig orientierte Basis für Projekte, die über Jahrzehnte laufen. Über Deutschland hinaus arbeitet EnBW unter anderem in Dänemark, Frankreich und Schweden. Entsprechend breit sind die Berufsbilder. Elektronikerinnen und Anlagenmechaniker halten Netze und Kraftwerke in Betrieb, Ingenieurteams planen Leitungen und Windparks, im Energiehandel und in der IT arbeiten Menschen an Prognosen und Systemen für einen Markt, der sich im Viertelstundentakt verändert. Der Nachwuchs kommt zu einem großen Teil aus dem eigenen Haus: 268 junge Menschen starteten 2024 bei EnBW und Netze BW in eine Ausbildung oder ein duales Studium, ausgebildet wird unter anderem in Biberach, Heilbronn und Stuttgart, der häufigste Ausbildungsberuf ist Elektroniker*in für Betriebstechnik. Duale Studierende wechseln im Dreimonatsrhythmus zwischen DHBW und Betrieb. Zu den Arbeitgeberleistungen zählen ein Mobilitätsangebot mit Nahverkehrsticket, Ladetarif und Dienstrad sowie Modelle für flexible Arbeitszeiten; einzelne Weiterbildungsprogramme benennt die Karriereseite allerdings nicht im Detail. Wer wissen will, wie sich das anfühlt, findet dort Berichte aus dem Einkauf, dem Recruiting und vom Bau des Offshore-Windparks.

Die Pensionsversicherung (PV) ist der größte Sozialversicherungsträger und betreut rund 5,6 Millionen Versicherte (Arbeiter*innen und Angestellte) in Österreich. Wir bieten unseren Versicherten Schutz vor den finanziellen Risken des Alters, der Invalidität bzw. Berufsunfähigkeit sowie des Todes im Gefüge der Österreichischen Sozialversicherung. Darüber hinaus erbringen wir Maßnahmen der Gesundheitsvorsorge und der Rehabilitation, mit dem Ziel, die Gesundheit unserer Versicherten zu fördern und ihre Arbeitsfähigkeit zu erhalten. Damit haben wir wesentlichen Anteil an der gesetzlichen Sozialversicherung, die als Garant für soziale Sicherheit in diesem Land steht. Zum großen Team der PV gehören auch Menschen aus verschiedenen Gesundheits-berufen. Das Spektrum reicht von Ärztinnen*Ärzten in verschiedenen Fachrichtun-gen über diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger*innen , biomedizi-nische Analytiker*innen , Therapeut*innen , Masseur*innen , Gesundheits-psycholog*innen und Diätolog*innen bis hin zu Röntgen-assistent*innen und medizinisch-technischen Fachkräften .

Wer in Österreich über Zeitarbeit einen Job findet, landet häufig bei Randstad. Die Randstad Austria GmbH bringt Menschen und Betriebe zusammen: in der Produktion, im Lager, im kaufmännischen Bereich und in der Technik. Ihren Sitz hat sie in der Neubaugasse in Wien, eingetragen ist die österreichische Gesellschaft seit 1998. Im Rücken steht der größte Personaldienstleister der Welt. Randstad gehört zur niederländischen Randstad N.V., 1960 in Diemen gegründet und heute in 39 Märkten aktiv. 2024 setzte die Gruppe rund 24,1 Milliarden Euro um. Für Bewerberinnen und Bewerber zählt daran vor allem die Stabilität: ein Arbeitgeber mit langer Erfahrung und finanziell breiter Basis. In Österreich ist Randstad nicht nur in der Hauptstadt präsent. Neben der Wiener Zentrale gibt es Büros quer durchs Land, etwa in Graz, Linz und Salzburg. Zwei Gruppen prägen den Alltag. Die einen werden von Randstad an Kundenbetriebe überlassen und sammeln so Praxis in ganz unterschiedlichen Branchen. Die anderen arbeiten fest bei Randstad selbst, als Personalberaterinnen, im Recruiting, in der Disposition oder in der Verwaltung. Wer hier einsteigt, betreut Kundenfirmen, führt Bewerbungsgespräche und bringt offene Stellen mit passenden Leuten zusammen. Für die eigene Entwicklung spricht die Größe der Gruppe. Ein Konzern, der in fast 40 Ländern tätig ist, eröffnet Wege über Abteilungen und Grenzen hinweg. Die Arbeitskräfteüberlassung des Unternehmens trägt zudem das Austria Gütezeichen für Arbeitskräfteüberlasser, das nach eigenen Angaben nur wenige Anbieter führen. Wie viele Menschen Randstad in Österreich beschäftigt, weist das Unternehmen öffentlich nicht aus. Die österreichische Gesellschaft ist eine hundertprozentige Tochter der Randstad-Gruppe. Weltweit brachte diese 2024 mehr als 1,7 Millionen Menschen in Beschäftigung.

Biogena Diagnostics Österreich GmbH macht Gesundheitswerte sichtbar. Das Unternehmen bietet Bluttests an, mit denen sich prüfen lässt, wie es um Werte wie Vitamin D, Omega-3 oder die Schilddrüse steht. Für die einfacheren Tests genügt ein Tropfen Kapillarblut aus der Fingerkuppe, den man zu Hause abnimmt und per Post an ein akkreditiertes Labor schickt. Die Gesellschaft sitzt in Salzburg und gehört zur Biogena-Gruppe, einem der bekanntesten österreichischen Anbieter von Nahrungsergänzung. Die Diagnostik ist einer von mehreren Zweigen dieser Gruppe, die Albert Schmidbauer 2006 in Salzburg gegründet hat. Angefangen hat alles mit hochdosierten Mikronährstoffen. Heute reicht das Geschäft von der Nahrungsergänzung über eigene Stores und Forschung bis zu den Bluttests, für die die Diagnostics-Gesellschaft steht. Für die Laboranalysen arbeitet Biogena mit dem Fachlabor GANZIMMUN Diagnostics zusammen. Neben den Tests für zu Hause gibt es ein Netz von Diagnostics Points, an denen Ärztinnen, Ärzte und Therapeutinnen die Auswertung begleiten und mit den Kundinnen und Kunden besprechen. Hinter der Diagnostik-Tochter steht eine gewachsene Gruppe. Die Biogena-Gruppe beschäftigt mehr als 400 Menschen und kam zuletzt auf rund 125 Millionen Euro Jahresumsatz (trend.at, 2026). Der Sitz liegt an der Strubergasse in Salzburg, weitere Standorte gibt es unter anderem in Wien und im nahen bayerischen Freilassing. Die Aufgabenfelder sind entsprechend breit. In den Stores beraten und verkaufen Mitarbeitende, in Labor und Produktentwicklung entstehen die Präparate und Testverfahren, dazu kommen Wissenschaft, Marketing und die Verwaltung. Am Firmensitz kochen die Kantinen täglich frisch, und das Mittagessen aus regionalen Bio-Produkten ist für die Beschäftigten kostenlos. Wer sich für die Diagnostik interessiert, kommt in ein vergleichsweise junges Geschäftsfeld, das den Rückhalt eines etablierten Gesundheitsunternehmens hat. Wie viele Menschen genau in der Diagnostics-Gesellschaft arbeiten, weist die Gruppe nicht getrennt aus; die genannten Zahlen betreffen die Biogena-Gruppe insgesamt. 2026 feierte diese ihr zwanzigjähriges Bestehen.

Rund 8.500 ältere Wienerinnen und Wiener leben in den 30 Häusern zum Leben. Sie werden hier gepflegt, bekocht und durch den Alltag begleitet. Mehr als 4.800 Menschen aus rund 79 Nationen sorgen dafür, dass das funktioniert - rund um die Uhr, an sieben Tagen in der Woche. Die Häuser zum Leben sind der Pflege- und Wohnbereich des Fonds Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser, eines gemeinnützigen Fonds der Stadt Wien mit Sitz in der Seegasse im 9. Bezirk. Gegründet wurde er 1960 per Beschluss des Wiener Gemeinderats, mit einem klaren Auftrag: ältere Menschen in der Stadt gut wohnen und gut versorgt wissen. Daraus ist über die Jahrzehnte einer der größten Arbeitgeber im Wiener Sozialbereich geworden. Zur Organisation gehören neben den 30 Häusern auch 135 Pensionistenklubs in allen Bezirken, in denen sich rund 25.000 Mitglieder ab 60 treffen. Die Arbeit verteilt sich auf sehr unterschiedliche Berufe. In den Stationen versorgen diplomierte Pflegekräfte und Pflegeassistentinnen die Bewohnerinnen und Bewohner, in den hauseigenen Küchen kochen Köchinnen und Köche täglich frisch, dazu kommen Haustechnik, Reinigung und Verwaltung. Die Geschäftsführung liegt seit 2021 bei Christian Hennefeind, Präsident des Fonds-Vorstands ist der amtsführende Stadtrat für Gesundheit und Soziales. Auffällig für die Branche: Die Gehälter stehen offen auf der Karriereseite. Eine diplomierte Pflegekraft startet dort mit über 3.700 Euro brutto, eine Pflegeassistenz mit über 3.200 Euro (jobs.kwp.at, abgerufen Juni 2026). Wer einsteigen will, kann das über Lehre, Praktikum oder Traineeprogramme tun, und Aus- und Weiterbildung ist im Haus angelegt. Die öffentliche Trägerschaft durch die Stadt Wien gibt dem Ganzen ein Fundament, das in der Pflege nicht selbstverständlich ist.

Wer in Österreich den Notruf 144 wählt, landet oft bei einer Leitstelle des Roten Kreuzes. Wenige Minuten später steht ein Rettungswagen vor der Tür. Diese Verlässlichkeit prägt die Organisation seit 1880. Das Rote Kreuz ist die größte humanitäre Hilfsorganisation des Landes und für viele Menschen die erste Adresse, wenn es schnell gehen muss. Den Kern der Arbeit bildet der Rettungs- und Krankentransport, dazu kommt eine Aufgabe, die im Alltag kaum sichtbar ist: Der Blutspendedienst des Roten Kreuzes versorgt rund 95 Prozent des österreichischen Bedarfs an Blutkonserven (Wikipedia, abgerufen 2026-06-15). Daneben reicht das Feld von Pflege und Hauskrankenhilfe über Fahrtendienste und Betreuung älterer Menschen bis zur Katastrophenhilfe und der Suche nach vermissten Angehörigen. Erste-Hilfe-Kurse gehören ebenso dazu. Vieles davon kennt man, ohne es dem Roten Kreuz zuzuordnen. Die Organisation ist als gemeinnütziger Verein mit Sitz an der Wiedner Hauptstraße in Wien aufgestellt und föderal gegliedert. Neun Landesverbände mit eigener Rechtspersönlichkeit, 133 Bezirksstellen und zahlreiche Ortsstellen reichen bis in kleine Gemeinden. Damit ist das Rote Kreuz in nahezu jeder Region Österreichs mit einem Stützpunkt vertreten. Geführt wird der Bundesverband von Präsident Gerald Schöpfer und Generalsekretär Michael Opriesnig. Getragen wird der Betrieb von über 10.700 hauptberuflichen und rund 80.000 freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (roteskreuz.at, abgerufen 2026-06-15). Diese Mischung macht den Arbeitgeber aus. Notfallsanitäterinnen und Disponenten in der Leitstelle arbeiten neben Pflegekräften, Ausbildnern, Logistikern und Verwaltungsfachleuten. Für Berufseinsteiger ist der Weg gut ausgebaut: Über 4.200 Männer leisten hier jährlich ihren Zivildienst, viele bleiben danach. Wer im Rettungsdienst anfängt, durchläuft eine geregelte Sanitäterausbildung; Weiterbildung ist im laufenden Betrieb fest verankert, weil sich medizinische Standards ständig ändern. Eine Stelle beim Roten Kreuz ist krisenfest. Gebraucht wird die Organisation in guten wie in schlechten Jahren.

In Bad Erlach, südlich von Wiener Neustadt, hilft das Lebens.Med Zentrum Menschen zurück in den Alltag: nach einer Krebserkrankung und nach Eingriffen am Bewegungsapparat. Onkologische Rehabilitation, orthopädische Rehabilitation und eine eigene Klinik liegen hier unter einem Dach. Rund 230 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten dafür Hand in Hand. Getragen wird das Haus von der Lebens.Med Gesundheitszentren GmbH mit Sitz in Bad Erlach, einem Tochterbetrieb des Moorheilbads Harbach. Im September 2014 ging das Zentrum in Betrieb, nach rund eineinhalb Jahren Bauzeit und etwa 25 Millionen Euro Investition. Damals begannen 110 Beschäftigte aus der Region. Das Haus ist seither gewachsen. Zum zehnjährigen Bestehen eröffnete Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner im Juni 2024 einen Zubau mit 85 Betten für die orthopädische Rehabilitation. Was heißt das für die tägliche Arbeit? In der onkologischen Reha begleiten Ärztinnen, Psychologen und Therapeuten Patienten nach einer Krebsbehandlung zurück in den Alltag. In der Lebens.Med Klinik versorgen Pflegekräfte und Mediziner auf zwei interdisziplinären Stationen Patientinnen und Patienten der niederösterreichischen Landesgesundheitsagentur. Für das südliche Niederösterreich ist das Zentrum die einzige stationäre Krebs-Reha. Die Arbeit ist also nah am Menschen und fachlich breit aufgestellt. Wer hier anfängt, findet mehr als medizinische und pflegerische Berufe. Auch die Küche, die Haustechnik und die Verwaltung halten den Betrieb am Laufen. Das Zentrum vergibt Praktikumsplätze in Pflege, Therapie und Gastronomie und ermöglicht einen begleitenden Masterstudiengang. 2024 wurde es als Top Arbeitgeber ausgezeichnet. Die meisten Beschäftigten stammen aus der unmittelbaren Umgebung, der Arbeitsplatz liegt für viele also nah am Wohnort.

Rund 1.500 Menschen halten in Schwarzach im Pongau einen Betrieb am Laufen, der nie zusperrt. Das Kardinal Schwarzenberg Klinikum ist das zweitgrößte Krankenhaus im Land Salzburg und versorgt die etwa 200.000 Einwohner des Pongaus, dazu Jahr für Jahr Hunderttausende Gäste, die zum Skifahren und Wandern in die Region kommen. 2025 zählte das Haus über 211.000 Patientenkontakte, mehr als 25.000 davon stationär. Das medizinische Spektrum eines Schwerpunktkrankenhauses verteilt sich hier auf 15 Primariate und über 50 Spezialambulanzen. In der Chirurgie und der Inneren Medizin laufen die großen stationären Abteilungen, daneben behandeln unter anderem Neurologie, Orthopädie, die Frauenheilkunde mit Geburtshilfe und eine eigene Kinder- und Jugendmedizin. Drei Notaufnahmen sind rund um die Uhr besetzt. Wer in der Pflege, in einem ärztlichen Beruf, in der Medizintechnik oder in der Verwaltung arbeitet, findet entsprechend breite Aufgabenfelder unter einem Dach. Die Geschichte des Hauses reicht bis 1844 zurück. 1876 übernahmen die Barmherzigen Schwestern das Krankenhaus, und die Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul ist bis heute Alleineigentümerin der GmbH mit Sitz in Schwarzach im Pongau. Den heutigen Namen trägt das Klinikum seit 2017. Ausbildung gehört hier zum Alltag: Das Klinikum ist akkreditiertes Lehrkrankenhaus mehrerer österreichischer Universitäten. 2020 ging ein siebenstöckiges Lehrgebäude für die Fachhochschule Salzburg in Betrieb, in dem unter anderem das Bachelorstudium Pflege unterrichtet wird. Gebaut wird weiter. Mit dem Masterplan 2025 entsteht ein zusätzlicher Neubau, der Psychiatrie, Pharmazie, Diagnostik und Intensivmedizin zusammenführt und die Operationssäle bündelt.

In der Klinik Diakonissen Linz sucht sich der Patient seinen Arzt selbst aus. Belegarztsystem nennt sich das: Wer hier behandelt wird, wählt vorab den Facharzt seines Vertrauens, der ihn von der Aufnahme bis zur Entlassung begleitet. Die Privatklinik liegt mitten in Linz, an der Weißenwolffstraße, und gehört dem Evangelischen Diakoniewerk Gallneukirchen. Der Schwerpunkt liegt beim Bewegungsapparat. Orthopädie und Wirbelsäulenchirurgie machen einen großen Teil der Eingriffe aus. Dazu kommen eine eigene Augenklinik, die Venenchirurgie und ein Bereich für Innere Medizin und Vorsorge. Radiologie und Endoskopie sind im Haus, vier OP-Säle wurden Anfang 2019 in Betrieb genommen. Bei jeder Operation stehen zwei Fachärzte am Tisch, gekocht wird in der eigenen Küche. Rund 119 Betten zählt das Haus. Angefangen hat alles 1890. Der Linzer Pfarrer August Koch sammelte damals Geld für eine Station der evangelischen Krankenpflege. 1906 nahm das Krankenhaus den Betrieb auf, seit 1908 gehört es zum Evangelischen Diakoniewerk Gallneukirchen. Dieser gemeinnützige Träger ist bis heute Alleineigentümer. Das verschafft der Klinik einen Rückhalt, den nicht jedes Privatspital im Rücken hat. Hinter den Belegärzten steht ein eingespieltes Team. Pflegekräfte und Stationsärzte sind rund um die Uhr da. In Anästhesie und OP arbeiten eigene Fachleute, an den Geräten stehen Radiologietechnologinnen, und die Physiotherapie bringt Patienten nach dem Eingriff wieder auf die Beine. Hotellerie, Technik, IT und Verwaltung halten den Betrieb am Laufen. Wie viele Menschen hier insgesamt beschäftigt sind, weist die Klinik öffentlich nicht aus. Geführt wird die GmbH von Primarius Josef Macher, der Sitz der Gesellschaft liegt in Gallneukirchen.

363 Betten, 14 Fachabteilungen, mehr als 1.300 Beschäftigte: Das A.ö. Bezirkskrankenhaus Kufstein versorgt den gesamten Bezirk im Tiroler Unterland. Getragen wird es von 30 Gemeinden gemeinsam. Damit ist es der zweitgrößte Arbeitgeber der Region. Wer hier arbeitet, deckt ein breites medizinisches Spektrum ab. In der Inneren Medizin und der Chirurgie laufen die größten Abteilungen, in der Gynäkologie und Geburtshilfe kommen die Kinder der Region zur Welt. Insgesamt 14 Fachbereiche liegen unter einem Dach, von der Neurologie über die Urologie bis zur Augenheilkunde. Ein eigenes Zentrum für robotische Chirurgie gehört dazu. Das Haus zählt zu den moderneren Einrichtungen des Landes. Ausgebildet wird viel und früh. Auf dem Pflege Campus Kufstein lernen angehende Pflegekräfte, junge Ärztinnen und Ärzte durchlaufen Basisausbildung, Famulatur und klinisch-praktisches Jahr. Selbst Lehrberufe wie Koch oder Köchin haben hier ihren Platz, und ein Simulationszentrum erlaubt Training unter realitätsnahen Bedingungen. Neben den medizinischen und pflegerischen Berufen halten Verwaltung, Technik, Küche und Reinigung den Betrieb am Laufen. Geführt wird das Krankenhaus von einem Gemeindeverband, in dem die Bürgermeister der 30 Mitgliedsgemeinden über Budget und Rechnungsabschluss entscheiden. Die Leitung teilen sich Medizin, Pflege und Verwaltung gemeinsam. Auf den Dächern erzeugt eine Photovoltaikanlage rund 236.000 Kilowattstunden Strom im Jahr.

Rund 1.800 Menschen arbeiten beim Haus der Barmherzigkeit. Sie betreuen etwa 1.600 Bewohnerinnen und Bewohner, die dauerhaft auf Pflege angewiesen sind: ältere Menschen, schwer behinderte Erwachsene und chronisch kranke Kinder. Gegründet wurde die gemeinnützige Einrichtung 1875 in Wien-Währing, zunächst für 22 unheilbar Kranke. Heute zählt sie zu den Wurzeln der Geriatrie in Österreich. Das Haus der Barmherzigkeit ist ein Institut öffentlichen und kirchlichen Rechts mit Sitz in der Seeböckgasse im 16. Wiener Gemeindebezirk. An der Spitze stehen Univ.-Prof. Christoph Gisinger und Roland König. Die Arbeit verteilt sich auf rund 27 Standorte in Wien und Niederösterreich. In den Pflegekrankenhäusern Seeböckgasse und Tokiostraße sowie am Maurer Berg in Liesing leben ältere Menschen in Langzeit-, Kurzzeit- und Übergangspflege; allein in der Seeböckgasse sind es etwa 350 Bewohnerinnen und Bewohner. Dazu kommen Häuser in Kirchstetten, Horn und Poysdorf. Nicht nur alte Menschen werden hier versorgt. Unter dem Namen HABIT begleitet das Haus Erwachsene mit schweren Behinderungen in Wohngemeinschaften und Tageszentren. Im Kinderpflegedomizil Fridolina finden chronisch kranke Kinder und Jugendliche ein Zuhause auf Zeit. Pflege ist dabei nur ein Teil der Arbeit. Neben diplomierten Pflegekräften und Pflegeassistenz kümmern sich auch Ärztinnen, Physio- und Ergotherapeuten, Musik- und Kunsttherapeutinnen sowie Sozialarbeiter um dieselben Bewohner; dahinter stehen Küche, Haustechnik und Verwaltung. Wer in einen Pflegeberuf einsteigt, kann sich in einem so großen Haus über Jahre in unterschiedliche Bereiche und Spezialisierungen wie Demenz, Multiple Sklerose oder Gerontopsychiatrie weiterentwickeln. Die Einrichtung besteht seit 1875 und arbeitet als gemeinnützige Organisation, nicht auf Gewinn ausgerichtet. 2025 wurde das Haus der Barmherzigkeit 150 Jahre alt.

In Frankfurt-Bornheim behandelt das AGAPLESION BETHANIEN KRANKENHAUS seit 1908 am selben Standort Patientinnen und Patienten. Rund 240 Betten hat das Haus heute, die Schwerpunkte liegen in der Kardiologie, der Diabetologie und der Onkologie. Gearbeitet wird nach dem Belegarztprinzip: Niedergelassene Fachärztinnen und Fachärzte betreuen ihre eigenen Patienten hier stationär weiter, viele Praxen sitzen direkt auf dem Gelände. Für Pflege, Funktionsdienste und Verwaltung bedeutet das ein ungewöhnlich breites Fachspektrum für ein Haus dieser Größe. Träger ist die gemeinnützige AGAPLESION FRANKFURTER DIAKONIE KLINIKEN gGmbH mit Sitz in Frankfurt am Main, die in der Stadt auch das AGAPLESION MARKUS KRANKENHAUS, ein Medizinisches Versorgungszentrum und ein Bildungszentrum für Pflegeberufe betreibt. Beide Kliniken gehören zum evangelischen Gesundheitskonzern AGAPLESION, der nach eigenen Angaben rund 22.000 Mitarbeitende beschäftigt, bundesweit mehr als 100 Einrichtungen führt und jährlich etwa eine Million Patientinnen und Patienten versorgt (agaplesion.de, abgerufen 08.08.2026). Ein überschaubares Haus mit kurzen Wegen, im Rücken ein Verbund mit 20 Krankenhausstandorten. Medizinisch reicht die Bandbreite von einer zertifizierten Chest-Pain-Unit in der Kardiologie bis zur Kopf-Hals-Klinik mit eigenem Tumorzentrum, dazu kommen unter anderem ein Darmzentrum und ein Diabeteszentrum. Gelehrt wird hier ebenfalls. Das Bethanien ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Evangelischen Hochschule Darmstadt und der Universität Pécs in Ungarn. Ausgebildet wird längst nicht nur in der Pflege: Auch Operations- und Anästhesietechnische Assistenz gehören dazu, ebenso die Ausbildung zum Fachinformatiker für Systemintegration. Hochschulabsolventinnen und -absolventen können über ein zwölfmonatiges Traineeprogramm ins Pflegemanagement einsteigen, Pflegekräfte aus Nicht-EU-Ländern werden über das konzerneigene Programm AGA_IQ auf die Anerkennung ihres Abschlusses vorbereitet. Das Zertifikat der Initiative berufundfamilie trägt das Haus seit 2010. Zum Angebot für Beschäftigte zählen subventionierte RMV-Monats- und Jahreskarten, JobRad-Leasing, kostenfreie Sportkurse und finanzielle Unterstützung bei der Pflege von Angehörigen. Eine eigene Beschäftigtenzahl für den Standort Bornheim veröffentlicht das Krankenhaus nicht. Der betriebseigene Kindergarten Rappelkiste hat 45 Plätze für Kinder von einem bis sechs Jahren und öffnet werktags um 5:45 Uhr.

Dürfen wir uns vorstellen? Mit rund 2.800 Mitarbeiter*innen zählt das Hilfswerk Niederösterreich zu den größten Arbeitgebern Niederösterreichs. Das Jobangebot reicht von der mobilen Pflege, Betreuung und Therapie über die Kinderbetreuung oder Lernhilfe bis zur Beratung und Begleitung von Kindern, Jugendlichen und Familien sowie dem Verwaltungsbereich. Wir pflegen so, wie wir auch gepflegt werden wollen. Als Nr. 1 in der Mobilen Pflege und Betreuung ist das Hilfswerk Niederösterreich der Profi in diesem Bereich. Laufende Weiterentwicklung durch digitale Innovationen, die unseren Arbeitsalltag unterstützen, sorgen für höchste Qualität in der Betreuung unserer Kundinnen und Kunden. Ein umfassendes Verständnis von professioneller Betreuung sowie ein gutes Zusammenspiel aller Kräfte ist für uns ebenso wichtig wie die persönliche Entfaltung unserer Mitarbeiter*innen. Das sagen unsere Mitarbeiter*innen: "In der mobilen Pflege kann ich mich so verwirklichen wie ich mir das vorstelle." „Diese Art der Pflege erlaubt es mir mich auf eine Person zu konzentrieren, die Zeit nach den individuellen Bedürfnissen des Menschen zu gestalten und seine Lebensqualität zu verbessern.“ "Beim Hilfswerk kann ich professionell und selbständig arbeiten und habe ein tolles Team." "Ich kann nur jedem empfehlen einen Beruf in der mobilen Pflege anzunehmen. Es ist eine wunderschöne, manchmal mit Herausforderungen verbundene Arbeit, in der man so viel Positives zurückbekommt." "Ich finde es jedes Mal schön, wenn ich mit einem Lächeln begrüßt werde." Weitere Einblicke vom Arbeiten beim Hilfswerk Niederösterreich erhältst du hier.

3.581 Menschen aus 90 Nationen arbeiten am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg (Stand: Juni 2026). Rund 1.500 von ihnen forschen, gut 500 davon als Doktorandinnen und Doktoranden. Der größere Teil der Belegschaft arbeitet außerhalb der Labore, in Verwaltung, Technik und Infrastruktur. Das DKFZ ist die größte biomedizinische Forschungseinrichtung Deutschlands. Gegründet wurde das Zentrum 1964. Es ist eine Stiftung des öffentlichen Rechts, finanziert zu 90 Prozent vom Bund und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg, und gehört zu den 18 Zentren der Helmholtz-Gemeinschaft. Das Gesamtbudget liegt bei 515 Millionen Euro (Stand: Juni 2026). Geforscht wird an vier Fragen: Wie entsteht Krebs, wie erkennt man ihn früh, wie behandelt man ihn wirksam, wie verhindert man ihn. In mehr als 100 Abteilungen und Forschungsgruppen geht es dabei um sehr Unterschiedliches. Die einen untersuchen, wie Immunzellen Tumoren erkennen, die anderen entwickeln Bildgebung und Bestrahlungstechnik weiter. 21 Core Facilities stellen Großgeräte und Spezialmethoden bereit, die einzelne Arbeitsgruppen allein nicht betreiben könnten. Dass diese Arbeit ankommt, lässt sich belegen. Harald zur Hausen wies am DKFZ nach, dass humane Papillomviren Gebärmutterhalskrebs auslösen; 2008 erhielt er dafür den Nobelpreis für Medizin, und aus dieser Forschung ging die HPV-Impfung hervor. Aus dem Zentrum sind bislang 18 Ausgründungsprojekte entstanden, gehalten werden 275 Patentfamilien. Direkt bei Patientinnen und Patienten landet der Krebsinformationsdienst: kostenlos, täglich von 8 bis 20 Uhr, unter 0800 420 30 40. Hauptsitz ist das Neuenheimer Feld in Heidelberg, Tür an Tür mit Universität und Universitätsklinikum. Seit 2019 gibt es einen zweiten eigenen Standort in Dresden, wo an Sensorik und künstlicher Intelligenz für die Tumordiagnostik gearbeitet wird. Dazu kommen das DKFZ Hector Cancer Institute an der Universitätsmedizin Mannheim und das Helmholtz-Institut HI-TRON in Mainz. Über das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen und das Deutsche Konsortium für Translationale Krebsforschung ist das DKFZ an sechs beziehungsweise acht weiteren Standorten mit Universitätskliniken verbunden. Wie sich die Belegschaft auf diese Orte verteilt, weist das Zentrum öffentlich nicht aus. Bezahlt wird nach dem Tarifvertrag der Länder. Dazu kommen 30 Urlaubstage, freie Tage an Heiligabend und Silvester sowie die Betriebsrente über die VBL. Bis zu 40 Prozent der Arbeitszeit lassen sich mobil erbringen, das Deutschland-Jobticket wird an allen Standorten bezuschusst. Das Zentrum trägt das Zertifikat des audit berufundfamilie und bietet den eigenen Beschäftigten ein Krebsvorsorge- und Früherkennungsprogramm an. Für die fachliche Entwicklung gibt es die Cancer Research Academy mit Master-, Promotions- und Postdoc-Programmen, ein Clinician-Scientist-Programm für Ärztinnen und Ärzte und mit "Light up your Journey" ein Trainee-Programm für Hochschulabsolventen in der Verwaltung. Internationale Beschäftigte und ihre Familien betreut eine eigene Abteilung, die International Staff Services. Nachwuchs bildet das DKFZ selbst aus. 74 Auszubildende lernen hier (Stand: Juni 2026), in fünf Ausbildungsberufen und fünf dualen Studiengängen, etwa als Biologielaborantin, Tierpfleger oder Fachinformatikerin für Systemintegration. Ausbildungsstart ist jedes Jahr der 1. September.

Rund 2.900 Menschen arbeiten hauptamtlich für die Caritas der Diözese Graz-Seckau, dazu kommen etwa 2.500 Freiwillige. Sie versorgen alte und kranke Menschen, beraten Familien in Not, kümmern sich um Wohnungslose und Geflüchtete. Die Organisation ist die soziale Hilfe der katholischen Kirche in der Steiermark und hat 2024 ihren hundertsten Geburtstag gefeiert. Angefangen hat alles am 19. September 1924. Aus einem Verband, der die Hilfsaktivitäten von Pfarren, Klöstern und einzelnen Menschen bündeln sollte, wurde eine der größten Sozialeinrichtungen des Landes. Heute gehören über 160 Einrichtungen und Projekte dazu, verteilt über die ganze Steiermark, von Graz über das Murtal bis ins Ennstal und in die Oststeiermark (Stand: Jubiläumsjahr 2024). Die Arbeit ist breit. In den achtzehn Pflegewohnhäusern und in den mobilen Diensten begleiten Pflegekräfte alte Menschen, oft bis zuletzt. Sozialarbeiterinnen sitzen mit Familien am Tisch, die mit Geld, Wohnung oder Krankheit nicht mehr weiterkommen. In der Wohnungslosenhilfe geht es zuerst um ein Bett, dann um eine Perspektive. In den Werkstätten und Beschäftigungsprojekten finden Menschen Arbeit, die es am regulären Arbeitsmarkt schwer haben. Suchtberatung, Behindertenarbeit und Auslandshilfe kommen dazu. Entsprechend viele Berufe treffen hier aufeinander. Pflege- und Betreuungskräfte gehören dazu, Sozialarbeiter und Pädagoginnen, Ärztinnen und Ärzte für die mobile Versorgung, aber auch Menschen für Verwaltung, Fundraising und Logistik. Wer neu dazukommt, arbeitet selten allein an einem Thema, sondern findet Kolleginnen und Kollegen aus vielen dieser Bereiche im selben Haus. Geführt wird die Caritas Steiermark von einem dreiköpfigen Direktorium. Direktorin ist seit November 2021 Nora Tödtling-Musenbichler, die 2024 als erste Frau zur Präsidentin der Caritas Österreich gewählt wurde. An ihrer Seite stehen die Vizedirektoren Petra Prattes und Thomas Ferk. Im Rücken hat die steirische Organisation das österreichweite Caritas-Netzwerk, das zu den bekanntesten Sozialorganisationen des Landes zählt. Getragen wird das Ganze von der Diözese Graz-Seckau. Ihren Sitz hat die Caritas Steiermark in der Grabenstraße in Graz.

Am Beginn jedes Auftrags sitzen bei aristid alle an einem Tisch: das Unternehmen und die Beraterinnen und Berater, lange bevor die erste Kandidatin überhaupt angesprochen wird. Personalvermittlung ohne Algorithmus und ohne automatische Vorauswahl, so beschreibt die Wiener Firma ihre Arbeit. Seit 2003 besetzt sie Fach- und Führungspositionen quer durch die Branchen. Der Kern der Arbeit ist die Suche und Auswahl von Spezialisten und Führungskräften. Dazu kommen Outplacement, also die Begleitung von Mitarbeitern, die ein Unternehmen verlassen, und Coaching für Bewerberinnen und Bewerber auf dem Weg zum nächsten Schritt. Gearbeitet wird branchenübergreifend; besonders vertraut ist das Team mit Banken und Finanzdienstleistern, mit Industrie und Produktion und mit Technologieunternehmen. Wie viele Leute genau im Wiener Büro sitzen, nennt die Firma öffentlich nicht. Klein ist die Beratung allemal. Allein steht sie deshalb nicht: aristid vertritt in Österreich Kestria, nach eigenen Angaben das größte Bündnis unabhängiger Executive-Search-Boutiquen weltweit. Dahinter stehen mehr als 90 Büros in über 40 Ländern und rund 600 Beraterinnen und Berater auf sechs Kontinenten (kestria.com). Für die eigene Belegschaft verbindet das die lokale Nähe in Wien-Liesing mit Mandaten, die über Grenzen reichen. Geführt wird das Haus von den Gesellschaftern Mag. Franz Schuster und Mag. Alexander Moser, seinen Sitz hat es seit der Gründung 2003 in der Lemböckgasse im 23. Bezirk. Rund 40.000 Suchen für über 4.000 Auftraggeber hat das Kestria-Netzwerk nach eigenen Angaben bereits abgewickelt.

Am 1. April 1949 eröffnete Alfred Gleiss in Stuttgart ein Büro für Entflechtungs- und Wettbewerbsfragen, spezialisiert allein auf Kartellrecht. 1962 war die Kanzlei die erste deutsche Sozietät mit einem eigenen Büro in Brüssel. Heute arbeiten rund 800 Menschen für Gleiss Lutz, an sechs deutschen Standorten sowie in Brüssel und London. Der Sitz ist nach wie vor Stuttgart. Beraten werden Unternehmen, und zwar meist dann, wenn viel auf dem Spiel steht. Ein Konzern will einen Wettbewerber übernehmen und braucht dafür die Freigabe der Kartellbehörden. Ein Unternehmen gerät ins Visier der EU-Kommission. Ein Streit über einen Großauftrag landet vor dem Schiedsgericht. Für solche Mandate stellt die Kanzlei Teams zusammen, die häufig über mehrere Rechtsgebiete und Büros hinweg an einem Fall arbeiten. Das Kartellrecht, mit dem alles anfing, ist bis heute ein Aushängeschild. Dazugekommen sind Felder wie die Beratung nach Cyberangriffen oder ESG-Themen. Organisiert ist Gleiss Lutz als Partnerschaftsgesellschaft mit beschränkter Berufshaftung, die Kanzlei gehört also ihren Partnerinnen und Partnern selbst. Im Stuttgarter Partnerschaftsregister sind derzeit 88 von ihnen eingetragen (Stand: März 2026). Im Geschäftsjahr 2024/25 stieg der Umsatz um 15 Prozent auf 288,8 Millionen Euro, einer der deutlichsten Zuwächse unter den zehn umsatzstärksten deutschen Wirtschaftskanzleien (LTO/JUVE, September 2025). Eigene Auslandsbüros gibt es nur in Brüssel und London. Jenseits davon arbeitet die unabhängige Sozietät mit befreundeten Kanzleien zusammen, etwa mit Chiomenti in Italien und Gide Loyrette Nouel in Frankreich, was Mandate mit grenzüberschreitendem Bezug zum Alltag macht. Für den juristischen Nachwuchs ist Gleiss Lutz eine der großen Ausbildungsadressen. Pro Jahr kommen rund 180 Referendarinnen und Referendare, etwa 150 wissenschaftliche Mitarbeitende und mehr als 100 Praktikantinnen und Praktikanten dazu, außerdem 45 bis 50 Berufseinsteigerinnen und -einsteiger als Associates (azur, abgerufen August 2026). Wer eine Referendarstation absolviert, wird nach Angaben der Kanzlei vom ersten Tag an in laufende Mandate eingebunden und bekommt Examensvorbereitung, Aktenvortrags- und Rhetoriktraining, Legal-English-Kurse sowie Zugang zum KI-System Harvey. Nicht alle hier sind Juristinnen und Juristen. Die Kanzlei stellt auch Assistenzkräfte und Fachleute für die Business Services ein, jeweils für Berufserfahrene wie für Einsteigerinnen und Einsteiger. Wie viele Menschen genau in diesen Bereichen arbeiten, weist Gleiss Lutz öffentlich nicht aus. Anwältinnen und Anwälte können sich für Auslandsaufenthalte bewerben, die Partnerschaft ist auch in Teilzeit möglich, und zweimal im Lauf der Karriere gibt es ein bezahltes Sabbatical von je einem Monat (azur, abgerufen August 2026). In Berlin sind einzelne Partner zusätzlich als Notare bestellt.

60 ältere Menschen haben im SeneCura Sozialzentrum Wagrain ihr Zuhause. Das Haus steht im Ortskern, mitten im Salzburger Pongau. Wer hier arbeitet, begleitet Bewohnerinnen und Bewohner, die Pflege brauchen und trotzdem ihren Alltag leben wollen. Pflegekräfte, Therapeutinnen, Köche und Betreuer ziehen dafür an einem Strang. Gepflegt wird rund um die Uhr. Die Zimmer sind hell und barrierefrei, viele liegen zum Grünen hin, und über eine Rufanlage erreichen die Bewohner jederzeit jemanden. Für jeden wird ein eigenes Pflege- und Therapieprogramm zusammengestellt. Gedächtnistraining gehört dazu, Bewegung zu Musik, basale Stimulation. Genauso zählt, was den Tag schön macht: Ausflüge in die Umgebung, Feste im Haus, Nachmittage im Freien. Gerade entsteht zusätzlich ein Bereich für Betreutes Wohnen. Getragen wird das Haus von der SeneCura Region Salzburg gemeinnützigen GmbH, die im Land sechs Sozialzentren führt, von Radstadt über Großarl bis Salzburg-Lehen. Sie gehört zur SeneCura Gruppe, einem der größten privaten Pflegeanbieter des Landes. 1998 in Wien gegründet, betreibt SeneCura heute rund 85 Einrichtungen mit knapp 7.000 Betten und beschäftigt etwa 5.700 Menschen. Seit 2015 ist die Gruppe Teil der französischen emeis, vormals Orpea, die in mehreren europäischen Ländern Pflegeheime führt. Für die Arbeit macht das einen Unterschied. Ein Haus mit 60 Plätzen bedeutet kurze Wege und ein Team, das sich kennt. Dahinter steht eine Gruppe, die selbst ausbildet; 2021 galt SeneCura als größter privater Bildungsanbieter in Österreichs Pflegelandschaft. Wer will, kann zwischen Häusern und Regionen wechseln. Gebraucht wird dabei nicht nur am Pflegebett. In der Küche wird gekocht, in der Therapie geübt, und ohne Reinigung und Verwaltung läuft kein Haus.

Ein paar Gehminuten vom Grazer Zentrum entfernt, in der Mariengasse, stehen 112 Wohnungen für Menschen, die im Alter eigenständig bleiben und sich trotzdem nicht allein durchschlagen wollen. Genau dafür gibt es das SeneCura BePartment Graz-Lend. Betreutes Wohnen, das so viel Selbstständigkeit lässt wie möglich und so viel Hilfe bereithält wie nötig. Wer hier arbeitet, kennt die Bewohnerinnen und Bewohner mit der Zeit beim Namen. Betreutes Wohnen bedeutet hier: eigene Wohnung, eigener Schlüssel, aber Unterstützung in Reichweite. Die Apartments sind zwischen 37 und 73 Quadratmeter groß. Im Alltag begleiten Betreuungs- und Pflegekräfte die Bewohnerinnen und Bewohner, eine Hausleitung hält den Betrieb zusammen, in der Verwaltung laufen Aufnahme, Abrechnung und Organisation des Hauses zusammen. Vieles davon passiert nicht im Pflegezimmer, sondern im Gemeinschaftsraum, beim Mittagstisch oder unten im Garten. Geführt wird das Haus von der SeneCura Graz-Lend zwei (2) betreutes Wohnen GmbH mit Sitz in Wien, einer Gesellschaft der SeneCura Gruppe. Und die ist in der österreichischen Pflege keine kleine Adresse. 1998 gegründet, betreibt sie heute rund 85 Einrichtungen mit knapp 7.000 Betten und Pflegeplätzen im ganzen Land; mit über 5.000 Beschäftigten gilt sie als größter privater Arbeitgeber der heimischen Pflege. Seit 2015 gehört SeneCura zur französischen emeis Gruppe, die früher unter dem Namen Orpea bekannt war (Stand der Größenangaben: SeneCura, 2024/2025). Für eine Bewerbung heißt das zweierlei. Der Arbeitsplatz selbst ist überschaubar, ein einzelnes Haus, in dem man die Kolleginnen, Kollegen und Bewohner wirklich kennt. Im Rücken steht trotzdem eine große, etablierte Gruppe mit Häusern in fast allen Bundesländern, also Wechselmöglichkeiten, Einschulung und ein Träger, der die Pflege seit über 25 Jahren als Kerngeschäft betreibt. Die Berufe reichen von der diplomierten Pflege über Pflegeassistenz und Betreuung bis zu Verwaltung, Hausleitung und Küche. Wie viele Menschen genau am Standort Graz-Lend beschäftigt sind, weist das Haus öffentlich nicht aus. Die Tür dafür steht in der Mariengasse 33, im lebendigen Bezirk Lend, mit der Innenstadt in Sichtweite.
