Weiße Mauer 52
06217 Merseburg
Deutschland

Der Name gehört einem Merseburger Arzt. Carl von Basedow ließ sich 1822 in der Stadt nieder und beschrieb 1840 jene drei Krankheitszeichen, die als "Merseburger Trias" in die Medizingeschichte eingingen. Seit 1957 trägt das Klinikum seinen Namen. Heute arbeiten im Haus und seinen beiden Tochtergesellschaften mehr als 1.500 Menschen, verteilt auf die Standorte Merseburg und Querfurt.
Im Saalekreis gibt es genau ein Krankenhaus, und das ist dieses. Wer hier mit Brustschmerz oder nach einem schweren Unfall in die Notaufnahme kommt, wird in einem Haus der Schwerpunktversorgung behandelt: über 500 Betten, fast 100 tagesklinische Behandlungsplätze, 16 Kliniken und fünf Funktionsabteilungen an den beiden Standorten, dazu eine Tagesklinik in Naumburg. Extern zertifiziert ist das Klinikum unter anderem als Traumazentrum, als Chest Pain Unit und als EndoProthetikZentrum. Die medizinische Bandbreite ist entsprechend groß. Im Zentrum für Mütter, Kinder und Jugendliche kommen Kinder zur Welt, im Zentrum für Psychosoziale Medizin arbeiten Psychiaterinnen und Therapeuten mit Menschen in Krisen, und im Zentrum für Operative Medizin stehen Chirurgen im OP.
Gesellschafter der gemeinnützigen GmbH mit Sitz in Merseburg ist der Landkreis Saalekreis, und zwar als alleiniger Eigentümer. Der Auftrag ist damit klar umrissen: die stationäre und ambulante Versorgung einer ganzen Region südlich von Halle. Zwei Tochtergesellschaften und ein angeschlossenes Medizinisches Versorgungszentrum ergänzen das Krankenhaus. Aktuelle Fallzahlen veröffentlicht das Klinikum auf seiner Website nicht.
Ausbildung passiert im eigenen Haus. Das Kooperative Bildungszentrum für Gesundheitsberufe betreibt eine Pflegeschule mit 90 Ausbildungsplätzen, dazu eine Fort- und Weiterbildungsabteilung, deren Kurse auch Externen offenstehen. Angehende Ärztinnen und Ärzte absolvieren in Merseburg und Querfurt Abschnitte ihres Studiums, denn das Klinikum ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und beteiligt sich an Forschungsprojekten. Für den Einstieg gibt es mehrere Türen: Praktika, Bundesfreiwilligendienst, eine Ausbildung in der Verwaltung oder die ärztliche Weiterbildung in einer der Fachabteilungen. Gesucht werden neben Pflegekräften und Medizinerinnen auch Beschäftigte in den Servicebereichen.
Die Wurzeln reichen weit zurück. 1902 eröffnete in Querfurt das erste Kreiskrankenhaus, Merseburg folgte 1909. 1956 zog das Haus in das markante frühere Gebäude der Landesversicherungsanstalt, das ihm den Beinamen "Säulenkrankenhaus" eintrug. Seit der Kreisreform 1996 gehören beide Standorte zusammen.
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