Herzbergstraße 79
10365 Berlin
Deutschland

Rund 49.000 Patientinnen und Patienten im Jahr, 828 Betten und Plätze, 15 Fachabteilungen. Das Evangelische Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge versorgt damit einen großen Teil des Berliner Ostens. Der Campus liegt an der Herzbergstraße in Lichtenberg, in einem Park mit denkmalgeschützten Klinkerbauten aus dem späten 19. Jahrhundert. Rund 1.600 Menschen arbeiten hier, kurz: im KEH.
Entstanden ist das Haus 1992 aus zwei Berliner Einrichtungen, deren Wurzeln bis 1843 und 1893 zurückreichen: einem Kinderkrankenhaus auf der einen Seite, einem Fachkrankenhaus für Neurologie und Psychiatrie auf der anderen. Diese Herkunft prägt das medizinische Profil bis heute. Die Epileptologie zählt zu den Schwerpunkten, das Epilepsie-Zentrum Berlin-Brandenburg sitzt am KEH. Stark ist das Haus außerdem in der Altersmedizin, in der Gefäßmedizin und in der Psychiatrie für Erwachsene wie für Kinder und Jugendliche. Im Zentrum für Inklusive Medizin behandeln Teams gezielt Erwachsene mit geistiger und mehrfacher Behinderung, ein Versorgungsfeld, das eigene Zeit und eigene Verfahren braucht.
Getragen wird das Krankenhaus von diakonischen Stiftungen und Vereinen, darunter die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel und die Hoffnungstaler Stiftung Lobetal. Seit den 1990er Jahren ist das KEH akademisches Lehrkrankenhaus der Charité. Für Ärztinnen und Ärzte bedeutet das, dass Studierendenausbildung zum normalen Stationsalltag gehört. Rund 150 Medizinerinnen und Mediziner arbeiten im Haus.
Gebraucht werden längst nicht nur Pflegefachpersonen und Ärzte. Physio- und Ergotherapeutinnen begleiten die Geriatrie und die Psychiatrie, in Verwaltung und Technik hält ein eigenes Team den weitläufigen Campus samt Klinikbetrieb am Laufen. Die Ausbildung zur Pflegefachperson läuft aus einer Hand: drei Jahre Praxis auf den Stationen, Theorie an der hauseigenen Pflegeschule, dazu eine eigene Ausbildungsstation. Wohnheimzimmer auf dem Gelände gibt es für Auszubildende günstig dazu.
Vergütet wird nach den Arbeitsvertragsrichtlinien des Diakonischen Werkes Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, bei einer 38,5-Stunden-Woche und 40 Stunden für Ärztinnen und Ärzte. Dazu kommen 31 Urlaubstage und eine betriebliche Altersvorsorge in Höhe von vier Prozent des Bruttogehalts. Fort- und Weiterbildungen finanziert der Arbeitgeber. Wer Kinder hat, findet die Kita „Waldhäuschen“ direkt auf dem Klinikgelände. Geschäftszahlen veröffentlicht das Haus nicht; die Größenordnung lässt sich an Betten, Personal und Fallzahlen ablesen. Zum KEH gehören zudem eigene Tochtergesellschaften, unter anderem das Ärztehaus am KEH mit Epilepsie-Zentrum und die Krankenhauswäscherei Königin Elisabeth Herzberge.
Herzbergstraße 79
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