


Meierhofer stattet Krankenhäuser mit der Software aus, die ihren Alltag zusammenhält. In Österreich arbeiten damit unter anderem alle zehn Reha- und Unfallkrankenhäuser der AUVA. Rund hundert Menschen entwickeln, betreuen und schulen diese Systeme, von St. Valentin und Graz aus. Angefangen hat das 1999.
M-KIS heißt das Kernprodukt, ein Klinikinformationssystem. Es führt Diagnosen, Pflegeplanung, OP-Dokumentation und Abrechnung an einer Stelle zusammen, sodass Station, Operationssaal und Verwaltung nicht mit getrennten Akten arbeiten. Dazu kommen eigene Bausteine für die Notaufnahme und die Intensivmedizin. Meierhofer schreibt diese Software aber nicht nur. Das Unternehmen bringt sie auch in den Häusern zum Laufen und bleibt danach an Bord: Einführung, Betrieb, Betreuung und Schulung über eine firmeneigene Academy gehören zum Geschäft.
Die Referenzen in Österreich sind handfest. Die AUVA setzt M-KIS in allen zehn Reha- und Unfallkrankenhäusern ein. Auch die Vinzenz-Gruppe in Linz, das Landeskrankenhaus Feldkirch in Vorarlberg und das Klinikum Waidhofen an der Ybbs gehören zu den Kunden, und mit T-Systems Austria besteht eine Kooperation.
Die österreichische Gesellschaft sitzt in St. Valentin bei Enns und hat vor gut einem Jahrzehnt ein zweites Standbein in Graz aufgebaut, gleich neben der FH Joanneum. Karriere.at nennt die Größenordnung von 101 bis 500 Beschäftigten; öffentlich beziffert das Unternehmen die österreichische Belegschaft nicht genauer als "über hundert". Sie gehört vollständig zur Meierhofer AG bei München, einem eigentümergeführten Haus, das seit mehr als 35 Jahren nichts anderes macht als Krankenhaus-IT und an acht Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz vertreten ist.
Wer hier anfängt, sitzt zwischen Medizin und Technik. Softwareentwicklerinnen und IT-Fachleute arbeiten neben Beratern, Projektleiterinnen und dem Support Hand in Hand am selben Kunden. In Graz kommen viele über die FH Joanneum ins Haus, als Praktikanten, über Werkstudentenstellen oder die Masterarbeit. Meierhofer nimmt auch Quereinsteiger und bildet Lehrlinge aus. Neue Kolleginnen bekommen ein Onboarding mit Mentoring, bis zu drei Homeoffice-Tage pro Woche sind möglich, das Öffi-Ticket wird bezuschusst. Die Wahl fiel 1999 übrigens auch deshalb auf St. Valentin, weil der erste Pilotkunde gleich um die Ecke lag.
Westbahnstraße 46
4300 St. Valentin
Österreich