Weidenauer Str. 76
57076 Siegen
Deutschland

Rund 25.000 Patientinnen und Patienten wurden 2025 im Klinikum Siegen stationär behandelt, weitere rund 67.000 kamen ambulant. Hinter dem Namen steht die Kreisklinikum Siegen GmbH, deren Gesellschafter der Kreis Siegen-Wittgenstein ist. Etwa 2.000 Menschen arbeiten hier. Damit gehört das Haus zu den größten Arbeitgebern im Siegerland.
Das Klinikum versorgt die Bevölkerung des Kreises Siegen-Wittgenstein und deckt mit vierzehn Fachkliniken und mehreren zertifizierten Zentren ein breites Spektrum ab. Über 600 Betten stehen im somatischen und im psychiatrischen Bereich bereit. Wie konkret das aussieht, zeigt sich an einzelnen Abteilungen: In der Kardiologie arbeitet seit 2025 ein neues Herzkatheterlabor mit angeschlossener Cardiac Care Unit, und die Lungenmedizin trägt seit Ende 2025 die Zertifizierung als Lungenkrebszentrum der Deutschen Krebsgesellschaft. Für die ambulante Versorgung betreibt das Klinikum ein eigenes Medizinisches Versorgungszentrum.
Die Geschichte des Hauses reicht weit zurück. 1893 nahm in Weidenau ein Krankenhaus mit 50 Betten den Betrieb auf, das Stadtkrankenhaus in Siegen bestand schon seit 1864. 2013 wuchsen die Häuser zur heutigen Kreisklinikum Siegen GmbH zusammen, seit 2022 tritt die Gesellschaft nach außen unter der Marke Klinikum Siegen auf. Inzwischen ist die stationäre Versorgung auf dem Campus an der Weidenauer Straße gebündelt, mit neu gebauter Zentraler Notaufnahme.
Für Bewerberinnen und Bewerber ist der akademische Anschluss relevant: Das Klinikum ist Akademisches Lehrkrankenhaus der Philipps-Universität Marburg. In der Pflege läuft die Ausbildung über das Bildungsinstitut für Gesundheitsberufe Südwestfalen an der Saarbrücker Straße, das das Klinikum gemeinsam mit dem St. Marien-Krankenhaus Siegen und der DRK-Kinderklinik trägt. Theorieblöcke in der Schule, Praxisblöcke auf den Stationen. Wer nach dem Examen bleibt, kann sich in Richtung Intensivpflege, Praxisanleitung oder Leitung weiterentwickeln. Gesucht werden aber nicht nur Pflegekräfte und Ärztinnen: Auch Technik, IT und Verwaltung gehören zum Betrieb, seit Januar 2026 etwa unter einer neu besetzten IT-Leitung, die Themen wie Robotik und Telematikinfrastruktur vorantreiben soll.
Bezahlt wird nach TVöD. Dazu kommen ein Zuschuss zum Deutschland-Ticket und eine eigene Kinderbetreuung für Kinder bis drei Jahre. Umsatz- und Bilanzzahlen veröffentlicht das Klinikum nicht.
Gebaut wird weiter. Seit Anfang März 2026 wird der Zentral-OP von fünf auf sieben Säle erweitert; rund 12 Millionen Euro fließen in Bau und Medizintechnik.
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