
Jede Woche verlassen rund 15.000 Schweine und 1.000 Rinder die Schlacht- und Zerlegehallen von Rudolf Großfurtner. Rund 650 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter halten diesen Takt, und was sie produzieren, geht an Kunden in mehr als 25 Ländern. Angefangen hat alles 1972 in Utzenaich, mit einem Gasthaus und etwas Viehhandel.
Großfurtner schlachtet, zerlegt und portioniert Rind- und Schweinefleisch und beliefert damit den Lebensmittelhandel, die Gastronomie und weiterverarbeitende Betriebe. Der Weg vom Stall bis zur verpackten Ware bleibt im eigenen Haus. Am Stammsitz Utzenaich werden ausschließlich Rinder verarbeitet, dort arbeiten etwa 130 Menschen. Der größte Betrieb steht in St. Martin im Innkreis: 11.000 Quadratmeter Fläche, rund 400 Beschäftigte, dazu das Tiefkühllager und der zentrale Versand für die ganze Gruppe. 2021 kam ein Zerlegewerk in Lambrechten dazu, in dem seit Frühjahr 2023 auch Tierfutter aus jenen Schlachtnebenprodukten entsteht, die früher nach Asien exportiert wurden. Zur Gruppe zählen außerdem die Higelsberger GmbH in Schwertberg und die Meat and Eat GmbH in St. Martin, wo seit Ende 2022 fertig portionierte Fleischprodukte für Handel und Gastronomie verpackt werden. Insgesamt nennt das Unternehmen fünf Standorte, 161.500 Quadratmeter Betriebsfläche und 314 Millionen Euro Jahresumsatz, rund 40 Prozent davon im Export.
Die Berufsbilder sind breiter, als der Begriff Schlachtbetrieb vermuten lässt. Zuletzt ausgeschrieben waren neben Fleischerinnen und Fleischern auch Fahrerinnen und Fahrer für den Kühltransport, Sachbearbeitung im Versandbüro und eine stellvertretende Betriebsleitung. Großfurtner ist anerkannter Lehrbetrieb und bildet in der Fleischverarbeitung aus. Viele Beschäftigte kommen aus den Nachbarstaaten; für sie stellt das Unternehmen günstige Wohn- und Schlafmöglichkeiten bereit, dazu gibt es eine eigene Betriebskantine. Über diese beiden Punkte hinaus veröffentlicht Großfurtner keine detaillierte Benefit-Liste, wer mehr wissen will, fragt am besten im Bewerbungsgespräch nach. Geführt wird das Familienunternehmen von vier Geschäftsführern, unter ihnen weiterhin Firmengründer Rudolf Großfurtner. Die Partnerschaft mit Donau Soja für gentechnikfreies Futter hat das Unternehmen im Juni 2025 verlängert.
Hofmark 1
4972 Utzenaich
Österreich