Herzbergstraße 79
10365 Berlin
Deutschland

An der Landhausstraße in Berlin-Wilmersdorf stehen 111 vollstationäre und 52 teilstationäre Behandlungsplätze für Menschen mit psychischen Erkrankungen bereit. Fünf Stationen, drei Tageskliniken und mehrere Ambulanzen gehören zur Friedrich von Bodelschwingh-Klinik, die für Wilmersdorf und das südliche Charlottenburg die psychiatrische Pflichtversorgung übernimmt. Rund um die Uhr, auch im Notfall. Getragen wird die Klinik von den v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel in Bielefeld.
Behandelt wird hier störungsspezifisch, und das sieht man an der Struktur des Hauses. Auf der gerontopsychiatrischen Station arbeitet das Team mit älteren Menschen, deren Depression oder Demenz eine eigene Herangehensweise verlangt; auf einer anderen Station geht es um Abhängigkeitserkrankungen, auf zwei weiteren um akute und um schwerpunktmäßige Schizophreniebehandlung. Die psychosomatische Tagesklinik TAZ ist auf Trauma, Angst und Zwang zugeschnitten. Zum Haus gehören außerdem eine psychiatrische Institutsambulanz, eine gerontopsychiatrische Ambulanz mit Gedächtnissprechstunde und das Zentrum für Psychotherapie mit angeschlossener Traumaambulanz. In der Psychotherapie liegt der Schwerpunkt auf kognitiver Verhaltenstherapie.
Der Klinikalltag lebt vom Zusammenspiel mehrerer Berufsgruppen. Das Deutsche Krankenhaus Verzeichnis weist für das Haus rund 26 Ärztinnen und Ärzte, gut 105 Pflegekräfte und knapp 40 therapeutische Fachkräfte aus. Ausgeschrieben werden regelmäßig Stellen in der Pflege, in der Ergotherapie, für Assistenzärztinnen und Assistenzärzte sowie im Sozialdienst, dazu kommen Ausbildungsplätze in der dreijährigen generalistischen Pflegeausbildung. Auch die Haustechnik sucht Personal. Eine Gesamtzahl der Beschäftigten veröffentlicht die Klinik nicht.
Für alle, die sich fachlich weiterentwickeln wollen, ist das Haus dicht mit Ausbildungsstrukturen bestückt. Der Chefarzt Prof. Dr. Olaf Schulte-Herbrüggen verfügt über die volle Weiterbildungsermächtigung von 48 Monaten für Psychiatrie und Psychotherapie, und wer die Facharztausbildung hier absolviert, rotiert durch die verschiedenen störungsspezifischen Bereiche des Hauses. Seit März 2025 ist die Klinik Akademisches Lehrkrankenhaus der Charité – Universitätsmedizin Berlin und nimmt seither Studierende im Praktischen Jahr auf. Die hauseigene Bodelschwingh-Akademie bietet zertifizierte ärztliche, psychologische und pflegerische Fortbildungen an, klinikintern kommen alle zwei Wochen dienstags Referentinnen und Referenten zu psychiatrischen Themen zu Wort.
Hinter der Klinik steht ein Träger mit erheblichem Gewicht. Die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel beschäftigten im Geschäftsjahr 2025/2026 knapp 25.900 Menschen an rund 300 Standorten in acht Bundesländern und erreichten damit jährlich etwa 270.000 Menschen; die Erträge lagen erstmals bei gut zwei Milliarden Euro. Bethel blickt auf eine über 150-jährige diakonische Geschichte zurück und zählt zu den größten Trägern dieser Art in Europa. Für die Berliner Klinik heißt das unter anderem: Sie ist Teil des Weiterbildungsverbunds Verhaltenstherapie am Zentrum für Psychotherapie der Humboldt-Universität, gemeinsam mit anderen großen psychiatrischen Einrichtungen der Stadt.
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