Ringstraße 58
55543 Bad Kreuznach
Deutschland

Rund 8.000 Menschen nehmen jeden Tag Hilfe, Pflege, Behandlung oder Beratung bei der Stiftung kreuznacher diakonie in Anspruch. Manche liegen dabei im Krankenhausbett, andere werden zu Hause von einer Sozialstation versorgt, wieder andere arbeiten in einer Werkstatt oder wohnen in einer betreuten Wohngruppe. Getragen wird das von rund 7.600 Mitarbeitenden an Standorten in Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Hessen. Der Sitz liegt in Bad Kreuznach, in der Ringstraße 58.
Die Arbeit verteilt sich auf vier große Geschäftsbereiche. Zum Klinikverbund gehören fünf Krankenhäuser, darunter die Diakonie Kliniken in Bad Kreuznach, das Krankenhaus in Kirn, die Hunsrück-Kliniken in Simmern und zwei Häuser in Neunkirchen im Saarland; allein dort arbeiten rund 3.500 Menschen. Daneben stehen die Seniorenhilfe mit stationären Häusern und ambulanten Diakonie-Sozialstationen, die Angebote für Menschen mit Behinderung von der Werkstatt über Förderschulen bis zum Wohnen, sowie die Hilfen für Kinder, Jugendliche, Familien und wohnungslose Menschen. Auch Hospizarbeit gehört dazu.
Angefangen hat das 1889. Pfarrer Hugo Reich gründete in Sobernheim ein Diakonissen-Mutterhaus, aus dem über mehr als 135 Jahre der heutige Verbund gewachsen ist. Rechtlich ist die Stiftung eine kirchliche Stiftung des öffentlichen Rechts, geleitet von einem zweiköpfigen Vorstand. Zur Geschichte gehört auch die kritische Aufarbeitung der Rolle des Hauses in der NS-Zeit, zu der sich die Stiftung öffentlich bekannt hat.
Gewachsen wird bis heute. Zum 1. Februar 2025 hat die Stiftung die Trägerschaft für das Krankenhaus St. Marienwörth, das Seniorenheim Haus St. Josef und den Palliativstützpunkt Rheinhessen-Nahe in Bad Kreuznach übernommen und damit die medizinische und pflegerische Versorgung in der Region gesichert. Wie viele Beschäftigte dabei genau dazugekommen sind, weist die Stiftung öffentlich nicht aus.
Wer sich bewirbt, trifft auf eine sehr breite Berufslandschaft. Auf den Stationen arbeiten Pflegefachkräfte, Ärztinnen und Ärzte, Hebammen und Therapeutinnen. In der Behinderten- und Jugendhilfe sind Heilerziehungspflegerinnen, Erzieher und Sozialarbeiterinnen tätig, in der Zentrale in Bad Kreuznach dazu Verwaltung, IT, Personal und Technik. Nach eigenen Angaben ist die Stiftung der drittgrößte Arbeitgeber in Rheinland-Pfalz.
Bezahlt wird nach den Arbeitsvertragsrichtlinien der Diakonie (AVR DD), dazu kommen 31 Urlaubstage im Jahr und eine Betriebsrente über KZVK beziehungsweise Klinikrente. Für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie nennt die Stiftung flexible Arbeitszeitmodelle, ein Zeitwertkonto und je nach Bereich Homeoffice, außerdem ein Jobticket und bezuschusste Kantinen.
Ausbildung hat hier ein eigenes Gewicht: Rund 750 Ausbildungs- und Weiterbildungsplätze in Pflege, Erziehung und diakonisch-theologischen Berufen hält die Stiftung vor, mit eigenen Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege, Fachschulen für Sozialwesen, dualen Studiengängen, FSJ- und Bundesfreiwilligendienstplätzen und einer eigenen Akademie für die Weiterbildung der Mitarbeitenden.
Ringstraße 58
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