Aroser Allee 72-76
13407 Berlin
Deutschland

206.278 Menschen wurden 2025 stationär in den Vivantes-Kliniken behandelt, dazu kamen 377.061 ambulante Fälle. Die Häuser stehen über die ganze Stadt verteilt, von Spandau bis Kaulsdorf, von Reinickendorf bis Neukölln. Wer hier arbeitet, versorgt Berlin. Vivantes ist der größte kommunale Klinikbetreiber Deutschlands, alleiniger Gesellschafter ist das Land Berlin.
Ende 2025 beschäftigte das Unternehmen 20.649 Menschen, 469 mehr als im Jahr zuvor. Gut die Hälfte davon, 10.505 Beschäftigte, arbeitet in Pflege und Funktionsdienst. Der Rest verteilt sich auf sehr unterschiedliche Berufe: Operationstechnische Assistentinnen stehen im OP am Tisch, Physiotherapeuten bringen Patienten nach der Hüftoperation zurück auf die Beine, und in der Hauptverwaltung an der Aroser Allee in Berlin-Reinickendorf sitzen Einkauf und IT. 95.611 Operationen wurden 2025 durchgeführt, vier Prozent mehr als im Vorjahr.
Zum Netzwerk gehören acht Kliniken sowie das Ida-Wolff-Krankenhaus für Geriatrie mit zusammen 5.928 Betten, davon 1.605 in der Psychiatrie. Dazu kommen 18 Pflegeeinrichtungen mit 2.362 Plätzen, zwölf Medizinische Versorgungszentren, Rehabilitationsangebote und Hospizarbeit. Das hat für Beschäftigte einen praktischen Effekt: Wer von der Intensivstation in die ambulante Versorgung oder in die Altenpflege wechseln möchte, muss dafür nicht den Arbeitgeber wechseln. Die Größe der einzelnen Berufsgruppen weist Vivantes allerdings nur für die Pflege gesondert aus.
Ausbildung hat bei Vivantes eigenes Gewicht. Seit dem 1. Januar 2020 betreiben Vivantes und die Charité gemeinsam den Berliner Bildungscampus für Gesundheitsberufe, an dem die früheren Schulen beider Häuser zusammengeführt wurden. Unterrichtet wird an drei Standorten in Neukölln, Mitte und Reinickendorf, die praktische Ausbildung läuft in den Kliniken und Pflegeheimen. Ausgebildet wird unter anderem in der Pflege, in der Anästhesie- und Operationstechnik sowie in der Physiotherapie; Hebammenwissenschaft und Pflege lassen sich zudem im Studium belegen.
Das Unternehmen selbst gibt es seit dem 1. Januar 2001, entstanden aus den städtischen Krankenhäusern Berlins. Einzelne Häuser sind erheblich älter und reichen ins 19. Jahrhundert zurück. Der Versorgungsauftrag ist im Krankenhausplan des Landes Berlin festgeschrieben, und genau darauf ist der Gesellschaftszweck ausgerichtet: Krankenhäuser betreiben und diesen Auftrag erfüllen. 2025 investierte Vivantes 151 Millionen Euro in Bau und Sanierung der Standorte.
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