Koblenzer Str. 115-155
56073 Koblenz
Deutschland

Jedes Jahr werden hier mehr als 52.000 Menschen stationär behandelt, dazu kommen über 116.000 ambulante Fälle. Fünf Krankenhäuser gehören zum Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein, zwei davon in Koblenz. Rund 4.300 Beschäftigte halten diesen Betrieb rund um die Uhr am Laufen. Nach eigenen Angaben ist das Klinikum damit einer der zehn größten Arbeitgeber in Rheinland-Pfalz.
Der Verbund entstand 2014, als das Gemeinschaftsklinikum Koblenz-Mayen und das Stiftungsklinikum Mittelrhein zusammengingen. Getragen wird die gemeinnützige GmbH mit Sitz in Koblenz überwiegend von der öffentlichen Hand: Stadt Koblenz und Landkreis Mayen-Koblenz halten je gut 47 Prozent, zwei kirchliche Stiftungen die restlichen Anteile. Das größte Haus ist der Kemperhof in Koblenz mit 15 Kliniken und 14 zertifizierten Zentren, darunter Onkologie, Traumatologie und Perinatalmedizin. Rund 22.700 stationäre Patientinnen und Patienten werden dort pro Jahr versorgt. Ganz anders der Zuschnitt in Nastätten: Das Paulinenstift ist mit sieben Kliniken und etwa 2.800 stationären Fällen ein Haus der wohnortnahen Grundversorgung. Zwischen diesen beiden Polen liegt die Bandbreite der Arbeit im GK.
Als Klinikum der Maximalversorgung und Lehrkrankenhaus der Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz deckt das Haus ein sehr breites medizinisches Spektrum ab. Für Ärztinnen und Ärzte heißt das: Fälle, die andernorts weiterverlegt werden, bleiben hier im Haus. Studierende absolvieren ihr Praktisches Jahr an den Standorten. Neben den Krankenhäusern betreibt das Unternehmen ambulante Praxen sowie Seniorenzentren und einen ambulanten Pflegedienst, was Wechsel zwischen stationärer und ambulanter Versorgung innerhalb eines Arbeitgebers möglich macht.
Besonders sichtbar ist der Stellenwert der Ausbildung. Rund 1.000 Ausbildungsplätze hält das Klinikum vor, und bis zu 350 junge Menschen beginnen dort jedes Jahr. Zuständig dafür ist ein eigenes Bildungs- und Forschungsinstitut mit über 100 Lehrkräften und Praxisanleitenden. Es organisiert nicht nur die klassische Pflegeausbildung, sondern auch duale Studiengänge, Facharztweiterbildungsverbünde und Anpassungskurse für internationale Fachkräfte. Dazu kommt eine eigene Forschungslinie, die Bachelor-, Master- und Promotionsarbeiten begleitet. Wer sich also nach ein paar Berufsjahren fachlich verschieben oder akademisch weitergehen will, muss dafür nicht das Haus wechseln.
Auch baulich steht einiges an. Die Gesellschafter haben im Juli 2024 einen Zukunftsplan beschlossen, nach dem die beiden Koblenzer Häuser Kemperhof und Ev. Stift St. Martin in einem Neubau am Standort Kemperhof zusammengeführt werden sollen; die Finanzierung dafür sicherte ein Konsortium um die Sparkasse Koblenz und die Kreissparkasse Mayen mit 50 Millionen Euro ab. Wie sich die 4.300 Stellen auf die einzelnen Berufsgruppen verteilen, veröffentlicht das Klinikum nicht. Die Pflegeschule sitzt Im Metternicher Feld in Koblenz, mit Skills Lab, Simulationszentrum und Räumen für bis zu 200 Teilnehmende.
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