Kaiserstraße 14
66482 Zweibrücken
Deutschland

Seit 1975 steht das St. Johannis an der Nardinistraße in Landstuhl. Im Oktober 2025 feierte das Haus dort sein 50-jähriges Bestehen, der Gesundheitsminister des Landes kam vorbei. Heute bildet es zusammen mit dem St. Elisabeth in Zweibrücken das Nardini Klinikum: zwei Häuser, 548 Betten, mehr als 1.600 Beschäftigte. Wer sich hier bewirbt, kommt also nicht in ein einzelnes Kreiskrankenhaus, sondern in einen Verbund mit zwei vollwertigen Standorten.
Behandelt wird die Breite der Akutversorgung. Innere Medizin und Chirurgie tragen beide Häuser, dazu kommen Orthopädie mit Gelenkchirurgie und Sporttraumatologie, Anästhesie und Intensivmedizin sowie die Radiologie. In Landstuhl kommen die Kinder zur Welt, dort sitzt die Gynäkologie und Geburtshilfe. HNO und Urologie laufen als Belegabteilungen. Künstliche Hüft- und Kniegelenke setzen Chirurgen an beiden Standorten in zertifizierten EndoProthetikZentren ein, für Schlaganfallpatienten gibt es Stroke Units, für schwerkranke Menschen ein Palliativzentrum.
Das Einzugsgebiet ist die West- und Südwestpfalz. Wie ernst das Land diese Rolle nimmt, zeigt der Erweiterungsbau in Zweibrücken: rund 17,3 Millionen Euro Baukosten, gut 14 Millionen davon aus Landesmitteln. Seit September 2020 arbeitet die Innere Medizin in diesem Neubau mit 50 zusätzlichen Betten (Gesundheitsministerium Rheinland-Pfalz, 2021).
Hinter dem Klinikum steht die Nardini Stiftung der Mallersdorfer Schwestern. Der Namensgeber, Pfarrer Paul Josef Nardini, gründete 1855 in Pirmasens die Kongregation, aus der die heutigen Einrichtungen hervorgingen. Zum Verbund gehören neben dem Klinikum das Nardinihaus Pirmasens für Kinder- und Jugendhilfe, ein Medizinisches Versorgungszentrum und eine eigene Servicegesellschaft. Bezahlt wird nach den Caritas-Richtlinien, mit Jahressonderzahlung und arbeitgeberfinanzierter Altersvorsorge. An beiden Standorten stehen Beschäftigten Wohnmöglichkeiten offen.
Besonders sichtbar ist das Haus als Ausbildungsbetrieb. 286 Ausbildungsplätze zählt das Klinikum und gehört damit zu den größten Ausbildungsträgern der Westpfalz. Die Pflegeschule in Zweibrücken unterrichtet seit 1959. 2011 kam die Akademie für Bildung und Gesundheit dazu, an der heute auch Physiotherapeutinnen sowie Anästhesie- und Operationstechnische Assistenten lernen; Hebammenwissenschaft und Pflege lassen sich dual studieren. Für junge Ärztinnen und Ärzte zählt, dass das Nardini Klinikum akademisches Lehrkrankenhaus der UMCH am Campus Hamburg ist.
Wie sich die mehr als 1.600 Beschäftigten auf Pflege, Ärzteschaft, Technik und Verwaltung verteilen, veröffentlicht das Klinikum nicht. Wonach gesucht wird, steht dagegen offen auf der Stellenseite: Pflegekräfte für den Pflegepool stehen dort neben Fachärzten für Anästhesie und Mitarbeitenden für die Zentralsterilisation. Die Pflegeausbildung beginnt jedes Jahr am 1. September.
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