Boxgraben 99
52064 Aachen
Deutschland

Rund 20.000 Menschen werden im Luisenhospital jedes Jahr stationär behandelt, dazu kommen etwa 50.000 ambulante Behandlungen. Das Haus steht mitten in Aachen, am Boxgraben, und zwar seit 1874 am selben Ort. 378 Planbetten, zwölf Kliniken unter chefärztlicher Leitung, elf Zentren. Getragen wird das von rund 1.600 Mitarbeitenden, darunter etwa 130 Ärztinnen und Ärzte.
Gegründet haben das Krankenhaus 34 evangelische Aachenerinnen und Aachener, die sich 1867 zu einem Verein zusammenschlossen. Ein Jahr später öffnete das erste Haus mit 144 Betten in angemieteten Räumen. Der gemeinnützige Evangelische Krankenhausverein zu Aachen von 1867 ist bis heute Träger, an seiner Spitze steht Vorstandsvorsitzender Ralf Wenzel. Fast 160 Jahre derselbe Träger, das ist im deutschen Krankenhauswesen selten.
Medizinisch reicht das Spektrum von der Geburtshilfe bis zur Palliativmedizin. Besonders ausgeprägt ist die Altersmedizin. Im geriatrischen Zentrum sitzen Ärztinnen, Therapeuten und Pflegekräfte gemeinsam über den Behandlungsplänen, und das dort entwickelte "Aachener Modell" aus aktivierender Therapie und Rehabilitation fand später über die Stadt hinaus in Nordrhein-Westfalen Verbreitung. Daneben arbeiten ausgewiesene Zentren an Lungenkrebs, an Gefäß- und an Darmerkrankungen.
Für Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteiger liegt die Tür ins Haus direkt nebenan: In der Christlichen Bildungsakademie für Gesundheitsberufe laufen die Ausbildungen zur Pflegefachfrau und zum Pflegefachmann, zur Hebamme, in der Operationstechnischen Assistenz und in der Podologie. Die Pflegekurse starten dreimal jährlich, im April, im August und im Oktober. In der Pflegefachassistenz stehen 700 Unterrichtsstunden 950 Stunden direkt am Patienten gegenüber. Wer bereits examiniert ist, findet im Haus einen Arbeitgeber, der pflegewissenschaftliche Qualifikationen ausdrücklich fördert; ein kleines Team von Digitalisierungsbeauftragten treibt parallel die elektronische Pflegedokumentation voran.
Seit 1977 ist das Luisenhospital Akademisches Lehrkrankenhaus der Uniklinik RWTH Aachen. Assistenzärztinnen und Assistenzärzte bekommen damit Weiterbildung in einem Haus, das an die Universitätsmedizin angebunden ist und trotzdem überschaubar bleibt. Ausgeschrieben sind regelmäßig rund 40 Stellen quer durch die Berufsgruppen, von der Anästhesiepflege über das Labor und die Radiologie bis in Verwaltung, Technik und Küche.
Der Krankenhausverein ist mehr als die Klinik. Im benachbarten Haus Cadenbach gibt es seit 2007 geriatrische Rehabilitation und ein Pflegeheim mit 72 Seniorenplätzen, hinzu kommen drei Medizinische Versorgungszentren. Wer das Fachgebiet oder das Setting wechseln möchte, muss dafür nicht den Arbeitgeber wechseln. Ein eigenes betriebliches Gesundheitsmanagement organisiert Betriebssport und Physiotherapie für die Belegschaft und begleitet die Rückkehr nach längerer Krankheit. Eine tagesaktuelle Beschäftigtenzahl veröffentlicht das Haus selbst nicht; die Angabe von rund 1.600 Mitarbeitenden stammt aus öffentlich dokumentierten Quellen. Das Luisenhospital gehört dem bundesweiten Krankenhausverbund Clinotel an.
Boxgraben 99
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