Rosenheimer Straße 141 h
81671 München
Deutschland

Wer übernimmt die Frühschicht, wenn zwei Leute krank ausfallen? Software von ATOSS beantwortet solche Fragen, und zwar für rund 21.100 Unternehmen weltweit, darunter die Deutsche Bahn und ALDI SÜD. Angefangen hat das 1987 in einem Münchner Hinterhofbüro, mit fünf Mitarbeitern. Heute ist das Unternehmen im SDAX notiert und hat für 2025 zum zwanzigsten Mal in Folge einen Umsatzrekord gemeldet.
Das Geschäftsfeld heißt Workforce Management. Vereinfacht gesagt: Die Software erfasst Arbeitszeiten und plant, wer wann arbeitet. Sie rechnet durch, wie viele Beschäftigte eine Filiale am Samstagnachmittag wirklich braucht, und prüft dabei Tarifregeln, Arbeitszeitgesetze und Betriebsvereinbarungen mit. Das ist anspruchsvoller, als es klingt, weil sich diese Vorgaben von Land zu Land und von Branche zu Branche unterscheiden. Entwickelt wird vor allem in Java und JavaScript. Rund 20 Prozent des Umsatzes fließen laut Unternehmensangaben in die Weiterentwicklung des Produktportfolios.
Die Zahlen dahinter sind solide. 189,3 Millionen Euro Umsatz im Geschäftsjahr 2025, elf Prozent mehr als im Jahr davor, und 70 Prozent davon sind wiederkehrende Erlöse aus Cloud, Abonnements und Wartung (Unternehmensmeldung vom 30. Januar 2026). Zwanzig Rekordjahre hintereinander sind für einen Softwareanbieter dieser Größe eine ungewöhnlich lange Serie.
Gearbeitet wird an mehreren Standorten. Der Hauptsitz liegt an der Rosenheimer Straße in München, dazu kommen Osnabrück, Wien, Zürich, Utrecht, das rumänische Timisoara und Gurgaon in Indien. Die österreichische Tochtergesellschaft sitzt in der Ungargasse im dritten Wiener Bezirk. Kunden in mehr als 50 Ländern nutzen die Lösungen, internationale Projektarbeit ist also kein Sonderfall.
Die Berufsbilder reichen weit über das Programmieren hinaus. Im Konzern arbeiteten 2024 im Jahresdurchschnitt 808 Menschen. Die Entwicklung ist mit gut 300 Beschäftigten der größte Bereich, knapp 200 entfallen auf die Beratung, die Kunden bei der Einführung begleitet und deren Planungsprozesse mitgestaltet. Fast ebenso viele arbeiten in Vertrieb und Marketing, dazu kommen Produktmanagement, Kundenservice und die Zentralfunktionen von Finanzen bis IT. Eine offizielle Gesamtzahl für 2025 veröffentlicht das Unternehmen auf seiner Website nicht.
Als Arbeitgeber ist ATOSS mehrfach als Top Employer zertifiziert worden. Für 2025 nennt das Unternehmen einen Frauenanteil von 40 Prozent und hat sich vorgenommen, bis 2027 auf ein ausgeglichenes Verhältnis zu kommen. Neue Kolleginnen und Kollegen durchlaufen ein strukturiertes Einarbeitungsprogramm, jede und jeder bekommt einen individuellen Entwicklungsplan. Hybrides Arbeiten ist etabliert, dazu kommen Gesundheits- und Sportangebote.
Ein Hinweis zum Namen: Aus der ATOSS Software AG ist die ATOSS Software SE geworden, eine Europäische Gesellschaft mit Sitz in München. Geführt wird sie weiterhin von Gründer Andreas F. J. Obereder als Vorstandsvorsitzendem.
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