Semmelweisstraße 7
67071 Ludwigshafen am Rhein
Deutschland

Rund 230 Menschen arbeiten im Krankenhaus Zum Guten Hirten im Ludwigshafener Stadtteil Oggersheim. Sie versorgen jedes Jahr knapp 4.000 stationäre und etwa 2.000 ambulante Patientinnen und Patienten. Behandelt wird hier vor allem, was Zeit braucht: ältere Menschen mit mehreren Erkrankungen gleichzeitig und Menschen in psychischen Krisen. Zwei Kliniken, ein überschaubares Haus, kurze Wege.
Getragen wird das Krankenhaus von der Krankenhaus-Stiftung der Niederbronner Schwestern, einer kirchlichen Stiftung des öffentlichen Rechts mit Sitz in Speyer. Die Ordensgemeinschaft der Schwestern vom Göttlichen Erlöser hat sie 1992 gegründet; zu ihr gehört außerdem das Sankt Vincentius Krankenhaus in Speyer. Die Geschichte des Ludwigshafener Hauses reicht deutlich weiter zurück. 1935 eröffneten die Schwestern ein Privatkrankenhaus auf der Parkinsel, 1943 zerstörte es ein Bombenangriff, 1946 begann der Neuanfang in Oggersheim mit ganzen 19 Plätzen. 1963 entstand der Bau mit 170 Betten, aus dem sich das heutige Krankenhaus entwickelt hat.
Heute verfügt das Haus über 204 voll- und teilstationäre Betten und Plätze. Die Klinik für Geriatrie und Innere Medizin arbeitet mit 54 Betten auf zwei Stationen und kümmert sich um komplexe internistische Krankheitsbilder älterer Menschen. Dazu kommt eine 2016 eingerichtete Intensivstation mit sechs Plätzen, davon zwei Beatmungsplätzen. Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie startete 1999 mit 100 stationären und 34 teilstationären Plätzen und betreibt neben den Stationen eine Tagesklinik und eine psychiatrische Institutsambulanz.
Wer hier anfängt, arbeitet selten allein an einem Fall. In der Psychiatrie sitzen Ärztinnen, Psychologen und Pflegekräfte mit Bewegungs-, Ergo- und Musiktherapeutinnen zusammen, wenn über einen Behandlungsplan entschieden wird; jeder Patient hat dabei eine feste Bezugstherapeutin oder einen Bezugstherapeuten. Auch in der Geriatrie gehören Physiotherapie und weitere Therapieberufe fest zum Team am Bett. Für Berufseinsteiger ist das Haus zugleich Ausbildungsort: Die Pflegeausbildung läuft gemeinsam mit der Schule für Pflegeberufe in Speyer, praktisch ausgebildet wird in beiden Häusern der Stiftung. 2019 kam in Speyer eine eigene Schule für Ergotherapie dazu, ergänzend zur Schule für Physiotherapie. Auch die Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten ist im Haus möglich.
Die ausgeschriebenen Stellen zeigen, wie breit die Berufsgruppen sind. Gesucht werden zum Beispiel Oberärztinnen für die Psychiatrie, Pflegefachkräfte für den Tag- und Nachtdienst, Logopädinnen und Ergotherapeuten, aber auch eine Schulleitung für die Pflegeschule oder eine Köchin für die Küche. Ende 2022 flossen 2,3 Millionen Euro Fördermittel in die Digitalisierung des Krankenhauses. Das Organspende-Netzwerk Ludwigshafen, an dem das Haus beteiligt ist, wurde von der Landesregierung ausgezeichnet. Zu Vergütung, Tarifbindung und Zusatzleistungen macht die Karriereseite allerdings keine öffentlichen Angaben; das lässt sich am besten im Bewerbungsgespräch klären. Der Name des Hauses stammt übrigens nicht aus der Medizin. Er geht auf eine Figur des Guten Hirten zurück, die seit 1820 in Oggersheim steht.
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